der Wörter annehmcn muß*). Alles führt aufeine Ursprache zurück, welche die Merkmale in derhöchsten Allgemeinheit auffaßte, und diesen durcheinen Naturzwang bestimmt, den gebührendenKlang und das gehörige Wort gab, von welcheralle Sprachen nur Töchter sind.
Die Verschiedenheit der Sprachen enftandauf eine doppelte Werse, nach Geist und Körperund zwar nach beiden zugleich. Jene zeigt sichin der genauer:, Bestimmung und Bcgranznngder Wörter, diese nur in der Veränderung desTons. Die Gränze wird überhaupt willkürlich ge-zogen und eben diese Willkür erzeugt Manichfal-tigkeit. Nach den verschiedenen Umstanden wurdebald diese bald jene Bedeutung aus dem Allge-meinen herauögencmmen, erhielt einen größer»oder geringern Umfang. Das Ge in Gehen unddem lateinischen L-arere bedeutet in der Allgemein-heit dasselbe, dort ist in dem deutschen Worte ei-ne bestimmte Handlung hernusgehobcn, indem indem lateinschen Worte die allgemeinere, ein Ge-schafft führen, beibehalteu ist. Die Veränderungdes Tons, um Veränderung der Bedeutung hcr-vorzubringen ist eben so verschieden. Der Tonhangt von dem Organe ab, worauf Klima, Nah-rungsmittel und andere äußere Dinge einwirkenauch zu weilen eine Abart des Baues, wovon sich
eben
") Scharfsinniger und tiefer ist dieses wohl in keinerSchrift gezeigt worden, als in Kanne's Panlheum derältesten Naturphilosophie. Tübingen, ign. Ü-