Schlangen in KnorrS VersteinerungöwcrkeAber die Schuppen sind die Theile von denen manbesonders Abdrucke erwarten möchte, denn weicheTheile faulen ab und hinterlassen nur das Gerippe.Waren also jene Versteinerungen Ueberbleibsel von«»geschuppten weichhäutigen Schlangen, so würdenichts als das Gerippe davon übrig geblieben sein,so wie wir sehen, daß von den Fischen nur Schup-pen und Knochen sich unter den Versteinerungenfinden, und daß durch diese nur der Umriß und dieGestalt des ganzen Fisches erhalten worden ist»Jene Ophioliten scheinen von Schalthreren undzwar von Wurmröhren herzurühren. Der Mangelan Ueberblcibseln von Schlangen aus der Urweltist merkwürdig, und deutet auf eine Sonderbarkeitin der Natur dieser Thiere. Der innere Körper-bau der Schlangen ist sehr ausgebildet, der äu-ßere desto weniger, und ohne alle äußern Glied-maßen übertreffen sie an Gewandheit, Schnellig-keit und Stärke viele Thiere von gleicher Größemit äußern Gliedmaßen versehen. Das tödtendeGift mit dem dazu gehörigen Baue der Zänewäre beispiellos in der Natur, wenn nicht dasSchnabelthier in dem Sporn des Fußes eine ganzähnliche Einrichtung zeigte. Sind Schlangen undSchnabelthiere ganz neue Bildungen solcher Län-der, welche sich noch nicht lange von den Flutenbefreit haben?
Die Abdrücke von Fischen und ihren Gerip-
^ Naturgeschichte der Versteinerungen 1. L t. XI.