82
nach 2Z Fuß lang, der Schwanz allein 10 Fuß.Scheuchzers Homo ciilovüi t 6 ?tis, ein Abdruck imOeninger Mergelschiefer, ist nicht von einemMenschengerippe wie sich wohl erwarten läßt, auchnicht von einem Wels, wie man geglaubt hat,sondern von einer Amphibie, und zwar von ei-nem Thiere aus der Gattung I'roterr« und bedeu-tend größer, als eine der jetzt lebenden Arten.Die Spuren von äußern Kiemen zeigen sich deut-lich an dem Abdrucke; sie sind das Kennzeichen derGattung Bratens, der einzigen unter den Amphi-bien, welche die Kiemen das ganze Leben hindurchbehält, da sie Frösche und Kröten nur auf einekurze Zeit haben. Man findet im Oeninger Mer-gelschiefer Knochen von Kröten und Fröschen, wel-che man für ganz übereinstimmend mit den nochlebenden hielt, aber Cuvier hat gegen diese Ueber-einstimmung gegründete Zweifel erhoben. Uebri-gens kommen Versteinerungen von Amphibien insehr alten Lagern vor, und zwar Knochen vonEideren zur Gattung Monitor gehörig im bitu-minösen Mergelschieser in Thüringen.
Von Schlangen findet man weniger Spurenvielleicht nicht eine zweifelsfreie unter den Verstei-nerungen. Stifft hat Ophioliten in grauer Wackebeschrieben, welches diese Thiere so alt, als dieKorallen machen würde ^). Man sieht daraneben so wenig Schuppen, als an den versteinerten
*) Leonhards Taschenbuch der Mineralogie. Jahr-gang i. S. i.