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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Es erbet von Geschlecht sich zu Geschlecht,Fest ein Gedanke fort, mit unsrem Blute

Verwächst er und erstarkt zum heil'gen Recht,Beschützt von nnsrem Glauben, unsrem Muthe.

Was kühn des Menschen starke Hand gebaut,Um das schlingt er, ein Epheu, seine Ranke;

So pflanzt von Tagen, die der Ahn geschaut,Fort auf die Gegenwart sich der Gedanke.

In alle Fugen schlüpft sein dunkles Grün,

Das, ein lebendig Band, den Quadern diene!

und immergrün sieht man den Ephen biühn,,Der altersmorsche Bau doch ist Ruine.

Das ist die alte , ist die heil'ge Zeit,

Die Zeit der Traditionen stolzer Ahnen,

Die von dem Glauben an ihr Recht gefeit,Den Enkeln weisen die betretnen Bahnen.

Das ist die alte, ist die gute Zeit,

Das Fundament der neu'n, die im Gestalten;Wenn man den Grundstein frevelhaft entweiht,

Wie soll das Standbild edel sich entfalten?

Es ist die Zeit des Glaubens und der Kraft,Sie trögt des Alterthnms geklärte Weihe,

Auf sie, die eins't in heil'ger Leidenschaft

So Grosses schuf, stützt sich mit Recht die neue.

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