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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Er war so gross, so mächtig, so gepriesen:

Dass Jene, die gelebt in Seinen Tagen,

Sich um den Helden in Gehorsam reihten;

Selbst jene, die in Schlachten Er geschlagen,

Theil nahmen an der Grösse dieses Riesen;

Von Ihm besiegt sein, wollte mehr bedeuten

Als Sieg in andren Zeiten.

Der Mensch vergass sich selbst, um Ihm zu dienen;

Vor Seiner Majestät versanken Rechte

Vergangner Zeit, und Menschen wurden Knechte

Um einen Gnadenblick aus Seinen Mienen;

Sein Geist dictirte Seiner Zeit die Normen,

Er war ein Gott in menschlich schwachen Formen!

Kling' aus, mein Lied, mit deinen vollsten Tönen!

Denn von Begeisterung für ihn durchdrungen

Willst du die heil'ge Treue .Jener singen,

Die Er mit seinem Göttergeist bezwungen;

Die Treue, ach, ist nicht zu reich an Söhnen,

Die sich der Grösse selbst zum Opfer bringen,

Ihr eignes Ich bezwingen.

Wenn endlich solchen Märtyrer wir finden,

Lasst uns den Edlen laut und lauter preisen,

Und unter gottbegeistert frommen Weisen

Den Kranz der Dichtung um das Haupt ihm winden.

Vor des Vergessens trauriger Vernichtung

Zu retten eben ist Beruf der Dichtung.

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