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den letzten Jahrzehnten erfolgten raschen Entwicklungdemnächst eine geräumige, romanische Kirche erhalten solL1856(24. Okt.) folgte auf Herrn Heimbach definitiv alsBürgermeister der Apotheker P. K. Brauweüer. Das Gehaltdes Bürgermeisters —bis dahin waren nur 700 Thlr. Bureau-unkosten vergütet worden — wurde, einschliesslich der Be-soldungen der Sekretäre und der sonstigen Bureaukosten,auf 1400 Thaler festgesetzt. Einen eigenen Polizeikom-missar hatte Düren seit 1837. — Im Jahre 1856 ergriffenmehrere hiesige Handlungs-Firmen die Initiative betreffseiner Telegraphenstation für den Privatverkehr, welchebald darauf in der Philippstrasse eröffnet wurde. Auchbildete sich damals ein Komite zur Vorbereitung einer all-gemeinen städtischen Gasanstalt. Dieselbe wurde am 1.Oktober 1864 aus den Händen der Aktiengesellschaft fürGasbeleuchtung von der Stadt übernommen. Am 11. Juli1856 beschloss der Gemeinderath, die Verleihung der neuenStädteordnung für die Rheinprovinz zu beantragen; am.10. Oktober wurde dieselbe eingeführt. Düren zählte da-mals 8500 Einwohner; 7835 Katholiken, 602 Evangelischeund 63 Israeliten. Unter dem Bürgermeister Brauweilerwurde die Mariensäule auf dem Hauptmarkte errichtet..Ende 1856 und Anfangs 1857 fanden hierselbst geistlicheExerzitien statt, welche die Veranlassung zur Errichtungder neuen marianischen Säule an Stelle des in der fran-zösischen Fremdherrschaft beschädigten und dann verfal-lenen Marienbildes gab. Das herrliche gothische Denkmalwurde vom Dombaumeister Friedrich v. Schmidt entworfenund vom Bildhauer Karl Mohr in Köln angefertigt. Es.erhebt sich aus dem gleichseitigen Dreieck als seiner Grund-form prismatisch bis zum Fussgestelle der Madonna, wel-ches geziert ist mit den Wappen der Erzdiözese und derStadt Düren, setzt sich fort in drei schlanken Säulchen,.die über der Madonna in eine Gewölbekappe zu der dor-nenfreien Rose als Schlussstein zusammengehen und den.reichen gothischen Baldachin tragen, und schliesst in einerHöhe von 30 Fuss mit einer Krone. Von den drei Seitendes untern Theiles ist die vordere Altaraufsatz, mit vor-