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gesteckt, näherten sie sich nochmals der Stadt Düren; dieBesatzung machte sich mit den Bürgern auf, selbige zuverdrängen, wobei verschiedene Bürger getödtet und ge-fangen genommen wurden. U. A. wurde auch ein Mark-graf vor der Wirtelpforte todt geschossen, was die Fran-zosen sehr bedauerten. Nachstehends vereinigten sich diebrandenburgischen, münsterischen und pfälzischen Trup-pen, sie griffen die Franzosen auf allen Ecken an, anfangsam Unterrhein; sie nahmen die Plätze hinweg, worin jenefest und frei zu sein glaubten. Im März tödteten die Bran-denburgischen ungefähr 2000 Franzosen, gleich nachherfingen auch die oberrheinischen Mächte an, gegen die Fran-zosen los zu gehen . . . und nach und nach verloren dieFranzosen nach genauer Berechnung bei 50000 Mann.Düren behielt in dieser Zeit brandenburgische Besatzung."
Vom 4. August bis zum 6. September d. J. garni-sonirten dahier neun Kompagnieen Dragoner unter demOberst von Jungheim. Nach kurfürstlichem Befehl musstejeder Soldat seinem Wirthe täglich 12 Albus zahlen; derMagistrat klagte jedoch, dass jeder für mehr als diesesGeld allein an Bier verzehrt habe, welches sie zwangs-weise gefordert hätten.
In demselben Jahre (1690) machten der Pfalzgraf, seineGemahlin und die Prinzessin Marianne in Begleitung desBischofs von Breslau unserer Stadt einen Besuch. DerMagistrat verehrte ihnen drei Medaillen und drei Ohmköstlichen Wein.
Im August 1691 beunruhigten französische Streif-korps abermals Düren sowie die Umgegend; Brandenberg,Bergstein, Obermaubach, Strass, Winden, Gey, Lenders-dorf, Nothberg und Lucherberg wurden von ihnen geplün-dert resp. angezündet. Vom 20. Okt. ab zogen branclen-buro-ische Regimenter durch Düren in das Kölnische; dieTruppenmärsche dauerten 8 Tage.
Am 3. November kam der Kurfürst Johann Wilhelmvon der Pfalz, welcher 1690 auf Philipp Wilhelm gefolgtwar und bis zum 8. Juli 1716 eine glänzende Hofhaltung inDüsseldorf führte, in Begleitung seiner Gemahlin nach