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Magistrat suchte um Befreiung von dieser Auflage nach und
begleitete das Gesuch mit einigen Geschenken. Am 9. Dez.verlangte der General die Aufnahme zweier Kompagnieenkaiserlicher Truppen zur Verstärkung der in der Stadtgarnisonirenden pfalz - neuburgischen Soldaten, weil einneuer Angriff der Hessen auf Düren erwartet wurde. DerMagistrat lehnte dieses Ansinnen ab mit der Erklärung,dass er ohne Ermächtigung des Herzogs keine fremdenTruppen aufnehmen dürfe. Lamboy beschloss, sein Ver-langen mit Gewalt durchzusetzen. Er liess mehrere Ge-schütze gegen die Stadt spielen, sandte jedoch, ehe erzürnförmlichen Bombardement schritt, nochmals einen Abge-sandten an das Thor, um die gütliche Uebergabe zu ver-langen unter der Androhung, dass der General im Wei-gerungsfälle die Stadt in einen Aschenhaufen verwandelnlassen würde. Der Magistrat erbat sich einen Aufschubvon einem Tage, weil in der Zeit der Verhaltungsbefehlvom Herzoge eingetroffen sein könne. Aber die Frist ver-strich, und da der Kommandant nichts von der Uebergabewissen wollte, säumte Lamboy nicht länger, seine Drohungzu vollführen. Es begann ein furchtbares Bombardement;die Stadt wurde von einer solchen Menge von Bombenund Granaten überschüttet, dass in kurzer Zeit an vie-len Stellen Feuer ausbrach und eine grosse MengeHäuser zerstört wiirde. Die Bürger sahen nur zu bald,welches Loos ihrer warte, wenn noch länger Wider-stand geleistet würde, und beschworen den Kommandanten,mit den Kaiserlichen zu unterhandeln. Als jener hieraufnicht achtete, empörte sich die Bürgerschaft, worauf derKommandant Unterhandlungen anknüpfte, in Folge derendie Kaiserlichen am 12. Dezember in die Stadt einzogen.Obwohl Lamboy dem Magistrate im Voraus die schriftlicheVersicherung ertheilt hatte, dass die Lasten der Einquar-tierung der Bürgerschaft möglichst erleichtert würden unddie Garnison die strengste Manneszucht beobachten sollte,so blieb dieses Versprechen nicht bloss unerfüllt, sonderndie Truppen erlaubten sich nach gewohnter Weise diegröbsten Excesse. Das Schlimmste dabei war, dass die