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fallend ist es (Koch a. a. O. S. 36), class in den zwanzigJahren von 1573 bis 1593 sieben Prediger nacheinan-der die Dürener Gemeinde bedient haben, nämlich 1573Gerhard Loren, 1574 Cornelius Wallraff, 1578 GottfriedKönigshoven, 1584 Paul Olhem, 1585 Johann Merzenich,1589 Johann Tonsor, 1593 Caspar Wachendorf. Bei ge-ordneten Pf arrVerhältnissen hätte eine solche Anzahl fürzwei Jahrhunderte genügt. Noch auffallender aber ist es,dass Düren darauf zehn Jahre lang, 1596—1605, ohneeigenen Prediger war und von Elberfeld aus bedient wer-den musste.
Jülich trennte sich Ende des 16. Jahrhunderts dauerndvon Düren. Im Jahre 1589 war Johann Tonsor in Dürenals Prediger angestellt worden mit einem Gehalt von 200Reichsthalern. Zu dieser Summe zahlte Düren 50, Stol-berg 50, Weiden 48, Eschweiler 27 Reichsthaler. Wahr-scheinlich zahlte Lürken den Rest. Im Jahre 1610 trenntesich Weiden und Lürken von Düren, 1612 Stolberg undEschweiler. In dieselbe Zeit fällt auch die Errichtung vonsämmtlichen altern lutherischen Gemeinden in dieserGegend, nämlich in Düren (1609), Stolberg, Zweifall,Jülich-Kinzweiler, Gemünd und Menzerath-Montjoie. DieLutherischen hatten im Herzogthum Jülich, eben noch mitgrösseren Schwierigkeiten zu kämpfen wie die Reformirten.Der Grund lag wohl hauptsächlich in der feindlichen Stel-lung des Herzogs Johann gegen Luther, welchen er füralles Unheil des Bauernkrieges verantwortlich machte, undden er mit den Wiedertäufern genau auf dieselbe Stufestellte. Daher sind im 16. Jahrhundert keine lutherischenGemeinden im Herzogthum Jülich entstanden. Erst nachdem Tode des unglücklichen Herzogs Johann Wilhelm imJahre 1609, schon während des Erbfolgestreites, traten fürdie Protestanten beider Bekenntnisse sofort bessere Zeitenein. Im Vergleich der Possedirenden, Kurfürst JohannSigismund von Brandenburg und Pfalzgraf Wolf gang
Wilhelm von Neuburg, zu Dortmund respective deram 16. Juni 1609 stattfindenden allgemeinen Huldigungwurde zugesagt, „die katholische römische, wie auch an-