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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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Pfarrer Hildebrand liess an der nördlichen Seite derKirche, dem ehemaligen Beinhause gegenüber, eine Gallerieerbauen, von welcher herab die Reliquien dem Volke ge-zeigt wurden. Später begann er auch auf der südlichenSeite den Bau einer noch prächtigeren Kapelle und Gal-lerie. All' diese Gebäulichkeiten fanden zum grössten Theilihren Untergang in der Zerstörung Dürens durch Karl V.im Jahre 1543. Durch die Gluth des Feuers schmolzendie im alten Kirchthurm hängenden drei schweren Glocken,das Gewölbe der Kirche stürzte ein, das Mauerwerk des Thur-mes spaltete sich von allen Seiten, und nur noch Wenigeskonnte zum Neubau der jetzigen rein gothischen Kirche,die erst 1563 vollendet wurde, gebraucht werden; das be-merkenswerthe Südportal stammt allein noch von der altenKirche her.

Der genannte Pfarrer Hildebrand, geboren in der 2.Hälfte des 15. Jahrhunderts in Drove, erhielt seine Jugend-bildung im Karmelitenkloster zu Düren vor dem Oberthor.Darauf reiste er zu seiner ferneren Ausbildung nach Italien,wo er in verschiedenen Städten studirte und dann in Romin der Theologie sich den Doctore-rad erwarb. In die Hei-math zurückgekehrt wurde er Priester und 1506 Pfarrerin Düren. Als Pfarrer sehr beliebt, förderte er kirchlicheStiftungen mit allem Fleiss und stiftete selbst besondersviel. Abgesehen von Armenstiftungen liess er die obenerwähnten Kapellen an der Annakirche erbauen. Die Her-stellung der südlichen erlebte er durch seinen frühen Tod6. November 1537 nicht mehr, und ist die Kapellebis auf unsere Tage weder im Innern noch im Aeussernvöllig fertig geworden. Erst unserer Zeit war dies be-schieden. Die ursprüngliche Hilclebrand'sche Kapelle ent-hielt ganz auf der Südseite ein vergittertes Fenster, vorwelchem die Pilger ihre Andacht zur hl. Anna verrichtenkonnten. Links und rechts waren zwei Portale, durchweichedie Pilger zur Verehrung des Annahauptes ein- und aus-zogen. Die Kapelle stand mit der Kirche nur in mangel-haftem Zusammenhange. Der Anschluss im Aeusseren warnur vermittelt durch die Anschlnssmauern zwischen der