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das Kloster merkwürdigerweise stets verschont und bildetedie Zufluchtsstätte der Bürgerschaft. 1802 bei Aufhebungdes Klosters zählte es einige 20 Patres und Laienbrüder.Die Klostergebäulichkeiten wurden später als preuss. Berg-amt benutzt, seit 1862 dienen sie als städtisches Hospital;die Kirche, bei der einige Ex-Franziskaner blieben, so derletzte Guardian Edmund Franz Borgs (Pater Engelmundus)f 1819, Pater Kassian, Pater Venantius Schüller und end-lich der „Prediger" Quirin Nevels, wurde zur zweitenPfarrkirche in Düren erhoben. Nevels wurde am 1. Mai1832 erster Pfarrer der neuen St. Maria-Pfarrkirche.
e) Die Cellitinnen in der Plätzergasse.
Auf Bewerbung des städtischen Magistrats beim Generaldos Augustiner-Ordens kamen 1521 Schwestern aus dem Mut-terhause in der Kupfergasse zu Köln nach Düren. DerMagistrat räumte ihnen das zur Klosterwohnung neu her-gerichtete Haus des Pet. Bunten in der Plätzergasse undbis zur Paphengasse durchgehend ein, avozu der KammerrathWirtz ein anschliessendes Haus schenkte. (Urkunde Mat.316—317.) Die Schwestern waren erbeten worden, weiles damals viele Kranke in unserer Stadt gab, denen dienöthme Pflege und Aufwartung fehlte. Die Schwesternwurden Warte- oder Zellschwestern genannt und solltendie armen Kranken um Gotteslohn, die reichen aber gegenEntgelt warten. Das Kloster wurde der hl. Gertrud ge-weiht und gelangte allmählich zu einigem Vermögen. Wie-derholt (zuletzt 1616) ist das Kloster nebst Kirche durchFeuersbrunst zerstört und dann wieder neu aufgebaut wor-den. In den Kriegszeiten und zur Zeit, wo Düren vonder Pest heimgesucht wurde, entwickelten die Schwesterneine äusserst angestrengte Thätigkeit. Alle Stürme derKriege und Revolutionen haben sie überstanden und bisheute ihre segensreiche Thätigkeit im Dienste der Kran-ken unserer Stadt ohne Unterschied der Konfession ent-wickelt. In jüngster Zeit sind Zweigniederlassungen vonDüren aus im Hospital zu Birkesdorf, im Kreiskrankenhausezu Langerwehe sowie in Kelz entstanden.