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Gesang vom Kindchen : eine Idylle
Entstehung
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Wärest Zeucht der männlichen Liebe, treuen Gefühles,

Langer Gemeinschaft ln Glück und Leid. — Drkanische ZeltenBrachen herein, der Boden wankte, es stürzte eln Weltbau.

Groß war dle Not des ernstlich lebenden Menschen, sie hatteWeicher und fester zugleich mich gemacht und streng mich gehalten.

Mit Bewußtsein einzunehmen den Platz, der mir zukam,

Ehrenvoll oder nicht, doch wo ich entschieden nun fußte.

Wird doch die Nraft zur Liebe erst wahrhaft frei und vertrauend.

Wenn wir das eigene Schicksal erkennen gelernt, und erkennendSeiner mächtig geworden, klar als ein Mann es beherrschen.Dankbarkeit lernen wir dann auch für Liebe, dle wir erfahren.

Während das Trachten des Mnglings undankbar darüber hinschweift,Sie gereizt verschmäht und verwirft. Es stellt sich der Stolz einTuf den verdienten Freund und seine Leistung, die unsreErst ergänzt und verstärkt. Wie waren wir ehemals doch soUnbedingt! Äm eigenen Wert verzagten wir lieber.

Eh' wir den sicheren Wert des Freundes, welcher uns anhing,

Freudig nahmen zur Bürgschaft. — Das alles ändert sich nunmehr.Äufsprang das Tor des fünften Jahrzehnts, wir schritten hindurch schon,von den Boren geführt, — was Hilfe es, wollten wir zaudern!

(Tber es schreitet willig der Mensch und seltsam gelassenVorwärts ja in der Zeit: er weiß, es birgt ihn das Leben.)

Silbricht glänzt uns die Schläfe: Da stellt sich anders dle Welt dennNun dem Wandernden dar, und anders lebt sich's als vordem.

Nur des Geistigen achtet der spröde Züngling, sein Blick ist2ns Gewirr der inneren Dinge grübelnd verloren.

Und den Sinnen mißtraut er. Tber kommt nur dle Zeit erst.

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