Vorsatz
in ich ein Dichter? War ich's zuweilen? Zch weiß nicht. Zn FrankreichLieße Poet ich nicht. Man scheidet bequem und verständigDort den Reimschmied vom Manne der gradausgehenden Rede.Zener heißt Dichter, der andere üutor etwa, StillsteDder Schriftsteller: und wahrlich, man schätzt sein Talent nicht geringer.
Nur eben Dichter nennt man ihn nicht: er drechselt nicht Verse.
Mein Teil nun war immer die Prosa, schon seit dem KnabenListe Liebesschmerzen verblüht und frühe der ZünglingSich zum Werke nüchtern bereitet. Lin edles GewafsenSchuf der verletzliche in ihr, die Welt zu bestehen.
Und er trug es mit Tnmut: Gesteh' ich's, manch schönes Gelingenkrönte mein Mühen um deutsches Wort, und ebengeborenDünkt ich mich manchem Sänger an künstlerwürde und - wissen.
Denn Gewissen schien immer mir Sinn und Sache der Prosa:
Vas Gewissen des Herzens und das des verfeinerten Dhres.
Za, sie schien mir Moral und Musik, — so übt' ich sie immer.
Dichter? Zch war es! Venn wo sich ursprünglich die Liebe zur SpracheZeder Liebe gesellt und allem Lrleben sich mischet.
Da sei von Dichtertum kühnlich die Rede, — das Wort ist am Platze. —Dennoch, erinnere dich! Gedenke verjährter Beschämung,
Heimlicher Niederlage, nie eingestandnen Versagens:
Wie du in Tugend den Mangel verkehrt und Staunen sogar nochLndlich dafür geerntet, — doch Bitterkeit blieb auf der Zunge.
Weißt du noch? Höherer Rausch, ein außerordentlich Fühlenkam auch wohl über dich einmal und warf dich danieder,
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