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Nach seiner Kückkehr kielt er sich mehrere Jahre inseinem Vaterlande auf, welches gerade damals durch dieblutigen Verfolgungen Alba's auch für Clusius verhängniss-voll war; aber dessenungeachtet wusste er sich mit denWissenschaften, namentlich der Naturkunde und Geographie,vielfach zu beschäftigen. 1571 besuchte er abermals Parisund dann auch England. Als er 1573 in die Niederlandezurückgekehrt war und auf sein väterliches Erbe, das Lehen-gut Watenes, zu Gunsten seines jüngeren Bruders ver-zichtet hatte, verschaffte ihm sein erprobter Freund, derkaiserliche Leibarzt Crato von Craftheim, einen Ruf Maxi-milians II. nach Wien.
Clusius stand bereits im 47. Lebensjahre, als er 1573in Wien seinen Aufenthalt nahm; er blieb daselbst 14 Jahrehindurch (bis 1587) und machte während dieser Zeit nurzweimal (1579 und 1581) Reisen nach England.
Damals hatte Kaiser Maximilian an seinem Hofe eineArt von Akademie gelehrter Männer gebildet, von welchenauch mehrere der Universität angehörten. Die gelehrtenFächer, welche die Hofakademiker — sie wurden im All-gemeinen als Aulae familiäres *) bezeichnet — betrieben,waren, ausser der Poesie und einigen philosophischen Dis-ciplinen, hauptsächlich praktische Wissenschaften. Dahingehörten vorzüglich angewandte Mathematik, Geographie
') Vorstius in der Oratio funebris auf Clusius, p. 12: „ab Imper.Maximiliaiio II. Viennam Pannoniae honestissimis conditionibus evocatusftiit et numero familiarium aulicorum adscriptus, commissa illi etiamhorti caesarei c.ura." Clusius selbst nennt sich auf dem Titel seinerBücher 1601: Aulae Caesareae quondam familiaris. Er war daher nichtTruchsess oder Dapifer, wie Jacquin angibt. Paul Fabricius nennt ihn'n einem kleinen Gedichte „rei herbariae apud Imperatorem Maximilia-num II. praefectus". (Reichardt in den Blättern für Landesk. von Nieder-österreich, Jahrg. II, S. 36.) In dem Leidener Epitaphium wird seineStellung mit den Worten „inter aulae Caesar, familiäres allectus"bezeichnet.