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Die Wiener Universität und ihre Gelehrten 1520 bis 1565
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EINLEITUNG.

Der dritte Band der Wiener Universitäts - Ge-schichte, den mein unvergesslicher Lehrer Prof. Dr.Joseph Ritter von Aschbach noch mit dem letztenAufgebote seiner Kraft als einundachtzigjähriger Greiszu Ende führte, wird hiemit der Oeffentlichkeit über-geben.

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Zeit,welche im vorliegenden Theile ihre historische Dar-stellung gefunden, für das Geistesleben der WienerUniversität, ja Oesterreichs von hoher Bedeutung war.Ist es ja doch die Zeit der Ferdinandeischen Reformenund mannigfacher Umwälzungen im politischen undreligiösen Leben Oesterreichs! Der auffallende Rück-gang des Katholicismus, welcher trotz der Ketzer-gerichte und strengen Verbote dennoch so weit ging,dass die theologische Facultät nicht mehr die Lehr-kräfte aufbringen konnte und der clericale Charakterder Hochschule sich überhaupt nicht mehr festhaltenliess, die Berufung der Jesuiten, die Wandlung derUniversität in eine Staatsanstalt, die Kämpfe der Par-teien an ihr, endlich all' die Halbheiten und Wider-