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Die Wiener Universität und ihre Gelehrten 1520 bis 1565
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wie auch die türkischen Kriegszustände und Heereseinrich-tungen betreffen, gesprochen wurde, so sind nur noch seineunedirten Geschichtswerke: Historia BeJgica trium fere an-norum, quibus in Belgico dux Alenconius est versatus, unddie Historia de vera nobihtate zu erwähnen. 1 )

Der kaiserliche Leibarzt Julius Alexandrinus.

Julius Alexandrinus (Alessandrini 2 ) von Neustein,geboren 1506 zu Trient aus angesehener Familie, betriebanfänglich humanistische, dann medicinische Studien inPadua. Nachdem er daselbst in der Arzneikunde den Doctor-grad erlangt hatte, kehrte er in seine Vaterstadt nach Tirolzurück und erwarb sich durch seine glücklichen Curen einenweitverbreiteten Ruf. Dadurch auf ihn aufmerksam gemacht,berief ihn 1553 König Ferdinand I. an seinen Hof nachWien Und ernannte ihn zu seinem Leibarzte mit dem fürdie damalige Zeit sehr hohen Gehalte von 800 Gulden. 3 )

') Es fohlt in der Literatur an einer ausführlichen BiographieBusbeck's, obschon einige biographische Skizzen über ihn vorhanden sind,wie z. B. J. G. Eccius, De Augerio Gislenio Busbequio. Lips. 17G8, 4.(eine Dissertation). Dieser spricht p. V von Denen, welche früher überBusbeck geschrieben haben, und hebt unter diesen hauptsächlich Bayleund Niceron hervor. Jourdain in der Biograph, univ., Vol. VI, und Baur,Encyclop. v. Ersch, I. Bd. 14, S. 150. — Besondere Erwähnung verdientder bereits genannte Artikel von KraHs in der Allg. deutschen Biographieund Gachard in der Biogr. Belg. Da Erzherzog Albrecht, Gemahl derspanischen Prinzessin Isabella, erst 1596, also nach Busbeck's Tode, alsStatthalter der Niederlande nach Belgien kam, so kann er ihn nicht zumBaron erhobon haben: das Besitzthum Busbeck aber konnte zu einerBaronio später von ihm erhoben worden sein.

3 ) Ueber ihn handelt ziemlich ausführlich Khautz, Gesch. derösterr. Gelehrten, S. 204—228, und Nachträge, S. 305 f 11-; kurze Notizengeben Bucholtz, Gesch. Ferd. I., Bd. VIII, S. 236; Denis, Gareil. Bibl.,s - 312, Note; Allgem. deutsche Biographie, I, S. 337.

*) Alexandrinus in der Vorrede zu seinem im Jahre 1575 er-schienenen Werke De sanitate tuenda sagt, dass er schon über zwanzig