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versah. Auch als Elisabeth verwitwet nach Wien zurück-gekehrt war, verwaltete er ihre in Frankreich liegendenGüter, i)
Rudolf II. ernannte ihn 1580 zu seinem Gesandten amHofe des französischen Königs Heinrich III., in welcherStellung Busbeck an seinen Kaiser interessante Berichteüber die damalige Lage Frankreichs verfasste. 2 ) Bei denBürgerkriegen aber, welche nach der Ermordung diesesKönigs in Frankreich wütheten, flüchtete Busbeck aus Parisnach Flandern. Unterwegs nahm ihn eine liguistische Kriegs-schaar zu Maillot bei Rouen gefangen. Obwohl sie ihn alskaiserlichen Gesandten unverletzt wieder freiliess, hatte dieserUeberfall doch die nachtheiligsten Folgen für Busbeck;denn dieser verfiel in eine schwere Krankheit, welcher der70jährige Greis am 28. October 1592 erlag.
Da schon oben von Busbeck's gedruckten Schriften,welche seine Gesandtschaften in Constantinopel und Paris,
(Chmel 1. c.) beim Antritt seines Amtes: „Foeda facies bibliotliecao aBusbekio relicta, mareidi libri etc."
') In der ersten Ausgabe des Monumentum Ancyranum wird vonAndr. Schott (Antw. 1579) in der Zuschrift an Busbeck derselbe genannt„Augerius Busbequius, Exlegatus Byzantinus et supremus Curia Isabellaereginae Praefectus". Damals war Elisabeth schon verwitwet.
2 ) In diese Zeit fallen seine 53 Briefe an Kaiser Rudolf II., welchegedruckt erschienen sind. Augerii Oislenii Busbequii, Caosaris ajradRegem Oallorum legati, epistolae ad Rudolphum II. Imp. Lovanii 1630und Brux. 1632. Ein Schreiben des Grafen Schwarzenburg an den Erz-herzog Mathias vom 16. Juni 1580 erwähnt einer vertraulichen Sendungan den in Paris befindlichen Busbeck. (Chmel I, S. 139.) Wachler,Hist. Forsch. I, S. 233, ungenau: „welcher als österreichischer Geschäfts-träger am französischen Hofe (seit 1570) sein Leben beschloss". DassBusbeck von 1580—1585 Rudolfs II. Gesandter in Frankreich war, zeigenseine Briefe an denselben; aber auch noch später war er in dieser Stel-lung, da er zur Reise nach Wien um einen Urlaub beim Kaiser ansuchenmusste. (Eccius 1. c, p. XV.) Kraus in der Allgom. deutschen Biogr.(Bd. III, S. 633 f II.) bestreitet, dass Busbeck Gesandtor gewesen sei; aberEccius liefert dafür die Beweise.