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jähriger Process, der erst im Anfange des 18. Jahrhunderts(1718) zu Gunsten der Hochschule entschieden wurde. DieBücher hatten dadurch, dass sie in der Zwischenzeit ineinem feuchten Locale untergebracht waren, sehr gelittenund waren, als sie der Universitätsbibliothek einverleibtwurden, theilweise in verwahrlostem Zustande. Als im Jahre1756 diese Anstalt aufgehoben ward, kamen sie in diek. k. Hofbibliothek.')
Friedrich Nausea aus dem fränkischen Orte Weisscn-feld (daher führt er auch den Beinamen Blancicampianus 2 )war gegen Ende des XV. Jahrhunderts aus einer bürger-lichen Familie geboren, welche den Namen Grau führte.Sein Vater betrieb das Gewerbe eines Wagners.'')
1 ) Fischer 1. c, S. 19. Kink 1. c. vermuthet bloss, dass die Samm-lung mit der Universitätsbibliothek vermengt wurde; er beruft sich aufden Bericht des Faber'schen Stipendien-Superintendenten Dr. Hacker andas Consistorium vom 10. Juli 175G.
2 ) Caspar Bruschius, Beschreibung dos Fichtelberges (1542), sagtüber diesen Ort: „Weissenfelt, ein klein Städtlein des Bischoffs von Bam-berg, an der Weissent gelegen, hat Johannem Nauseam, Bischoff zuWien, einen gelehrten Mann, getragen." Dasselbe berichtet auch Merianin seiner Topographia Franconiao (1648), S. 78. — Vgl. Heller (Jos.),Ueber den Familiennamen und den Geburtsort des Friedrich Grau, ge-nannt Nausea (X. Bericht des histor. Vereins für Oberfranken, Bamberg1847, 8. 188 fll.), und darnach Chmel, Friedrich Nausea, Bischof vonAVien (Sit/.ungsber. der philos.-histor. Cl. der Wiener Akad. der Wissensch-,Bd. I, S. 327 fll.) — Nausea Hess 1550 den £|ior der Pfarrkirche seinerVaterstadt neu aufbauen, wie eine Inschrift daselbst in lateinischer unddeutscher Sprache besagt. (Heller 1. c.) — Die Scriptor. univ. Vienn. II.'p. 22 — 27 enthalten besonders über Nausea's Schriften ausführlicheAngaben.
3 ) Chmel 1. c, S. 328: „Anniv. I. pro reverend. D. D. FridericoGrau, carpentarii hujatis fllio, Episcopo Viennensi." Siehe auch Heller1. c. — Denis, W. B.-G., S. 303, Note, gibt an, „dass Jakob Köbel, Stadt-schreiber zu Oppenheim, in der Zuschrift seiner Offenbarung vom röm-[{eiche 1532. unsern Nausea mit seinem deutschen Zunamen Graw nennt.Nausea's beygedruckte Antwort hat ebenfalls Graw in der Aufschrift.