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Die Wiener Universität und ihre Gelehrten 1520 bis 1565
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Er vermachte seine überaus zahlreiche und ausgewähltetheologische Bibliothek dem Collegium bei St. Nicolaus ') undbestimmte, dass aus seinem hinterlassenen Vermögen fünfaus Schwaben oder Oesterreich gebürtige arme Studirendein der Bursa Brück unterrichtet und verpflegt werdensollten. 2 )

Wenn auch die Stiftung in letzterer Beziehung sichtheilweise bis auf den heutigen Tag als Fabri'sches Stipen-dium erhielt/'') so erlitten doch die anderen Punkte baldwesentliche Abänderungen oder gingen nach seinem Todeganz ein. Die Franciscaner bei der St. Ruprechtskirche 4 )erlangten 1545 wieder den Besitz von St. Nicolaus: die

führten der Bischof, der Reetor der Universität und der Bürgermeister;zunächst unterstanden aber die Stipendiaten einem von ihnen selbst ge-wählten Präsidenten, welcher Magister artium und trilinguis sein musste."

') In der Urkunde vom 1. September 1.540; die Scriptor. 1. c,p. 53, sagen darüber: „incomparabilem librorum thesaurum Collegio adD. Nicolaum adscripsit, sequentibus verbis donationem exprimens: Dona-mus collegio nostro apud s. Nicolaum, ordinamusque, ut in perpetuumstudentibus usus sit juxta statuta et praescripta nostra." Siehe auch Con-spectus ad a. 1531, II, p. 146 fl. — Die Statuten befinden sich in demWiener Universitätsarchiv und in der Bibliothek des Klosters Seitenstetten.

5 ) Eder, Catal. rect. ad a. 1531, p. G9: „Is huic Academiae ingen-tem et vix comparabilem donavit librorum optimorum thesaurum, etperpetuos reliquit redditus, ex quibus hodie in Bursa Pruck V. alunturstudiosi Suevi et Austriaci." Geusau, Geschichte der Stiftungen, Wien1803, S. 131. Savagari, chronol.-geschichtl. Samml. aller bestehenden Stif-tungen, Brunn 1832, S. 165 und 174.

3 ) Scheidlein, Taschenbuch der Wiener Universität, bemerkt beider Faber'schen Stiftung: „Das Präsentationsrecht steht abwechselnd demjeweiligen Fürsterzbischofe gemeinschaftlich mit dem Universitäts-Rectorund dem Bürgermeister in Wien, und dem Stadtrathe zu Leutkirch imBreisgau zu. Der Genuss ist auf 7 Jahre beschränkt und für einenstudirenden Jüngling von was immer für einer Nation, derzeit mit jähr-lichen 8 Gulden Conv.-Münze bestimmt."

*) Denis 1. c, S. 424: Der Dichter Sebastian Solidus Guntianuswar Alumnus im St. Nicolaus-Convict gewesen: er dankt dafür 1546 'lernbereits verstorbenen Bischöfe in einer Elegie „Querela Musarum, seu destudiorum humanitatis contemptu."