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ihre Bücher und wandten sich dem Handwerke zu. 1 ) Beidieser Lage der Dinge wurde es immer gewöhnlicher, dasswohlhabende österreichische, besonders adelige Familien, vondem in Wien herrschenden Geiste erschreckt, ihre Söhneauf auswärtige Universitäten, namentlich nach Leipzig, Tü-bingen, Heidelberg, ja sogar nach Wittenberg schickten.
In einer Zeit, wo man überall in Folge der ReformationBesitz und Rechte der Kirche in Frage stellte, konnte auchdas Wiener clericale Universitätsinstitut nicht unberührtbleiben, und so mussten ihre materiellen Interessen auf dasEmpfindlichste geschädigt werden. Es durchkreuzte sich beiden Stiftungen, Rechten und Einkünften so viel Geistlichesund Weltliches, dass schon an und für sich das Klarlegenschwierig war; umsomehr aber dann, wenn eine destruetiveRichtung herrschte und durch Gewalt der Umstände geboteneAenderungen eingetreten waren. Es ist unzweifelhaft, dassdurch eine schwache und nachlässige Verwaltung die mate-riellen Interessen der Universität vielfach beschädigt wurden.Es hatte dieses bei den zerrütteten Zeitumständen weder dieRegierung, noch der Superintendent verhindern können, zu-mal die eigentlichen Universitätsorgane nicht die gehörigeEnergie aufboten oder aufbieten konnten. Wiederholt klagtedie Regierung, welche schon 1523 die Universitätsprivilegien,Freiheiten, Stiftungen bestätigt hatte, 2 ) dass überall, nament-lich im Collegium archiducale viele Unordnung und Abfalleingerissen sei und man über die Verwaltung und den Be-stand der Stiftungen und Rechnungen Auskunft zu gebenmeist unterlassen habe. Man hatte willkürlich alle Vorrechte
') Darüber das Nähere bei Kink I. S. 254, Note 297. Vgl. Düllinger,Gesch. der Reform. I. S. 525 f II. ; II. S. 7 und 55.
2 ) Conspect. II. p. 117. Ferdinand besteuerte eben damals (28. März1526) wenigstens theilweise die in Wien liegenden Immobilien (KinkI. 2 p. 138). Jedoch sollten die Gehalte der Professoren erlitiht werden.Vgl. Rosas, Gesch. der Wr. medic. Fac. I. S. 142 fll.