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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
551
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Zusäze.

hernach aber inTöpffe die mit leichter frischerErde angefüllet sind, säen, und bald im Frühling'Nein Mistbeet von Gerberloh eingraben kan. Sonstwird er eben wie der Mahogonybaum gewartet, in-'Ueichen auch die pflanzen, wann sie aufgehen, wie>>e denn in dem nämlichen Glashaus stehen müssen.Da aber diese sehr starck wachsen, wollen sie öffrersversetzet seyn, und grosse Töpfe haben, wann sie et-was gros geworden ; gleichwie innerhalb zweyerIahren oder auch ehender geschehen wird, wann siewohl anschlagen. Dann ich habe diese Pflanzen ineinem Jahr fünf Schuh hoch treiben sehen, unddaher müssen sie Raum zum Wachsen haben. Ste-hen sie also in kleinen Glashausern so machen sie einschlechtes Ansehen; wann sie aber Höhe und Platzhaben ihre Blätter auszubreiten, so lassen sie sehrwohl: dann die Blatter, die paarweis bey einan-der stehen und einigermassen wie die Blätter desEschbaumes geformet sind, hangen öffters sechsSchuh lang, an den Seiten des Baumes gleich Fe-dern herab. Wann man auch die Pflanzen in einerWohl temperirten Warme hält, und gehörig begies,stt, so bleiben die Blatter das ganze Jahr hindurchgrün; stehen sie aber in kühler Lufft, sollte es auchgleich im Sommer seyn, so lassen sie die BlätterMIen. Daher ist es am besten, man halte sie be-ständig im Glashaus, und gebe ihnen bey warmenWetter v :el Lufft, begiesse sie auch beständig. Ge^Ichiehet dieses fleißig, so werden die Pflanzen sehriunehmen.

Ich habe die Blume dieses Baumes von keinemAucror beschrieben gefunden,daher er dann auch zukeiner Classe von Pflanzen gebracht werden kan, bissein Character besser bekannt wird; wie ich aberbereits gemeldet habe, so kommt er in Ansehung dermucht und Blätter, ziemlich mit dem Mahogony-baum überein.

Es sind einige so einfaltig gewest, daß sie glaub»^N, der Mabogonybaum könnte in Engelaut» inMer Lufft gezogen werden, daher sie denn auch densaamen aus Iamatca kommen lassen; alleine ausbliem Saamen den sie ausgesäet haben, ist keine ei»biqe Pflanze aufgegangen, auch ist es gar nichtGlaublich, daß er aufgehen könne, indem die Pflanzeso zart ist, daß sie die freye Lufft in Lngeland, auch^ der wärmsten Jahrzeit, nicht verträgt; daherM man diese Pflanze nur blos zur Curiositat inTngeknd halten.

excelül, coryli folio AMpliore. ttouA.hoher Baum mit grossen Haselblättern.> Die Frucht dieses Baumes zeiget, daß er mit dervorigen Sorte nahe verwandt sey; ob aber das Hol;

etwas zu gebrauchen, kan ich nicht erfahren: denn^ wächst nur allein« zu Campeche, wo man keinÖderes Holz achtet, als das eigentlich sogenannte^mpecbenhol;. Dieser Baum wird insgemeinbis achtzig Schuh hoch, und theilet sich in^ele Aeste, Oie mit Blättern besetzet sind, so einiger-massen den Blättern des breitblätterigen Ulmen-^>m gleichen; doch sind sie breiter und untenhee^aulichtweis, mit verschiedenen grossen langen Rib-Die Frucht ist einigermassen, kegelförmig,5°er dabey spitzig, und öffnet sich in fünfZellen, in^en jeder geflügelte Saamen stecken. Ich kang cht erfakren, was dieser Baum für Blumen tra-indem ich den Saamen ausCampecbe erhalten,^ weiland Docr. rv»l. Houstoun gesammelt,sicher auch verschiedene Bäume angemercket, die^ gros werden; alleine zu derZeit, als er daselbsttrugen sie reifen Saamen, so, daßl also keine

Zusäze.

Blume an ihnen zu sehen war. Seit dieser Zeithabe ich wieder etwas Saamen erhalten, den HerrRoberr Millar gesammelt, von der Blume aberist mir niemalen etwas bekannt worden.

Es wird dieser Baum auch aus dem Saamen ae-zogen, wie die zwey vorigen Sorten, auch werdendie Pflanzen eben so tractiret: dann sie sind sehrzart, und müssen daher beständig in einem warmenGlashaus gehalten, und in ein Lohbeet eingegrabei»werden, sonst dauern sie in diesem Land den Winterüber nicht. Wann die Pflanzen warm stehen undgebörig begossen werden, treiben sie sehr starck, son-derlich im ersten und andern Jahr: dann sie werdenim ersten Sommer drey Schuh hoch, und inner-halb zweyer Jabren sind einige dieser Pflanzen beymir sieben Schuh hoch geworden, hernach aber ha-ben sie wenig mehr zugenommen.

in n^ens, foliis latis scuminztizLc rinn clentztis, fruäiu cleZnnti minore. (^tesb.

war. 7«/>eio Tupelobaum.

Dieser Baum wächst in Vlrssimen, Marylandund Carolinu, woselbst er ziemlich hoch wird, undeinen geraden Stamm nebst einem regulären Wipf-fel treibet. D«e Blätter sehen den Lorbeerblätternglei ch. Im Herbst hangen diese Bäume voll eyförmi-ger schwarzer Beeren, die auf langen Stielen stehen,und deren jede einen harten, etwas platten, gestreif,ten Stein enthält. Diese Beeren haben einen sehrscharfen, bittern Geschmack, dienen aber doch zurFütterung verschiedener Thiere.

Er wächst ordentlich in feuchten, sumpfichten Or-ten, und ist also in Lngeland gar schwer zu erhal-ten: dann pflanzt man ihn in einen trockenen Boden,so überstehet er keinen Sommer, ,st dcr.Vodenzu nas, so laufft er im Winter Gefahr, von 0erKälte Schaden zu leiden, Er wird aus dem Saa-men gezogen, den man aus dem Land erhalten mus,wo er ordentlich wächst, und bald im Frühling inTöpfe säen soll, die mir frischer Erde angefüllet sind,welche man hernach in ein sehr remperirtes Lohbeeteinzugraden, und die Woche vier bis fünfmal,wann aber das Wetter warm ist, alle Tage, zu be,giessen hat. Die Fenster des Mistbeetes müssen auchtaglich, wann das Wetter warm ist, mit Matten be-decket werden, damit die Töpffe im Schatten stehen;sonst verderben die Pflanzen, wann sie noch Mg >und der Sonne zu viel ausgesetzet sind, gar bald.Den Sommer über müssen die Pflanzen beständig,alle Abend, bey trockenem Wetter begossen, und mirMatten gegen die Sonne, wann sie heis scheinet,im Schatten gehalten werden; wann aber der Mayhalb sürüber ist, darf man sie nicht mebr mit Glas-fenstern bedecken, weil die Pflanzen zu schwächlichwerden mögten: dann man mus sie, so bald als esmöglich, die freye Lufft zu vertragen angewöhnen,in welche sie auch bis um die Mitte des Ocrobcrsgesetze: werden können; hierauf aber gräbt man dieTöpfe in ein altes Beet von Gerberloh, unter einemgemeinen Glastrog ein, daß die Pflanzen für stren-gem Frost verwahret werden können; bey gelindemWetter aber seyt man sie beständig in die freye Lufft.Hier nun können die Pflanzen bis zu Anfang desMerzen bleiben, worauf man jede in einen beson-dern kleinen Tops pflanzen mus, der mit frischer Er-de angefüllet ist, und hernach in ein temperirresMistbeet eingrabt, wodurch ihre neue Wurzelungbefordert wird; wann aber warmes Wetter ist,mus man sie täglich für der Sonne verwahren,undbeständig begiessen. Wann die Pflanzen in diesenTopffen wohl gewurzelt sind ,muö man sich nach undZjj zu - nach