Zusäze.
geschwind: dann ich habe sie in einem Sommer^ey zwey Schuh hoch aus dem (saamen gezogen.
warmen Wetter müssen diese Pflanzen öffters^gössen werden; weil sie aber voll milchichten Saff-ies sind, so mus man ihnen nicht zu viel WassersM einmal geben, indem die Wurzeln davon faulenwogten.
^fricznz repens, folic, aä latera^ispo, 26 pol^onÄ relzrz. Lcxik. Inä. »It. Eineafrikanische kriechende Staude, mit kraußenWeg-lrittblattcrn, und Blumen so einigermassen denMldenblumen gleichen.
Diese Staude wir um derVarietüt willen invie-Gärten gekalten, aber weder die Blatter nochd>e Blumen sind von besonderer Schönheit. Siewird drey oder auch mehr Schuh hoch, und treibtdiel dünne Aeste, die, wann sie keine Stütze haben,auf der Erde kriechen. Die Blätter derselben glei-chen in etwas dcn Wegtrittblättern, sind aber einivcni.q breiter, und am Rand kraus. Die BlumenYachsen aus den Winckeln der Blätter, haben kei-be Blätlein, sondern einen grasartigen Kelch, inwelchem die Faden mit ihren Spitzlein stehen :c.
Man ziehet si« aus abgeschnittenen Zweiglein, dieiu Ende des May, oder Anfang des Juni» einge-pflanzet werden können, damit sie Zeit haben, noch^or dem Herbst gute Wurzeln zu gewinnen. Mankan sie in «ine Rabatte pflanzen, wo sie nur alleindie Morgensonne haben. Oder so man sie in einoffenes Beet setzet, mus man dieselben mit Matten imSchatten halten, bis sie Wurzeln bekommen; auchMüssen sie bey trockenem Wetter öffters begossen wer-den. Wann diese Zweiglein gute Wurzeln gewon,ücn, so haben sie keiner andern Besorgung nöthig,als daß man sie bis um die Mitte des SeptembersdomUnkraut rein halte, da man sie dann mit einemErdball an der Wurzel vorsichtig ausheben/in Topf-st,die mit leichter frischer Erde angefüllet sind,pflan,ien, und an einen schattigen Ort stellen soll, bis sieiZeue Wurzeln bekommen. Nachgehends kan manMbige unter andere dauerhafte ausländische Man-ien, an einen verwahrten Ort setzen, und da kön-nen sie bis zu Ende des Occoberö bleiben; woraufwan sie den N>inrer über in Verwahrung brin-get.
Man halt diese Staude allezeit in Töpffen, undsetzt sie im Winter, nebst andern ausländischenManzen ms Haus; ich habe aber beobachtet, daßne in gelindem rvtmern ohne Bedeckung auch draus-sen fortkommet, wann sie an einem warmen Ort,lN einem trockenen Boden stehet. Doch ist es auchM eine oder zwey Pflanzen in Töpffen zu halten,damit man sie im 'winrer in Verwahrung bringenMne, weil die andern vielleicht vom Frost verder,den mögten. Sie brauchen aber keiner andern Be-deckung, als nur eines gemeinen Glastroges, vonWelchem man, bey gelindem Wetter, die Fenster alle<age wegnehmen kan, damit die Pflanzen, so vielMöglich frische Lufft bekommen, und nur blos fürMost verwahret seyn: bey dieser Wart werden dieLflanzen viel besser treiben, als wann man sie im^vinrer zu sehr einslchiesset.
. baccifera danarienlis, hrmzse coeru-
kc>1iis, purpurznUbus vcm5, fruAu monopy-tiihiannrum. l>Iuk. Ein
^eintragender Baum der canarifchen Inseln, mitZpa>nschenHolkmderblarrern,so Purpurfarbe Adern^veu, und den die Spanier Nrva Mora nennen.
II. Theil.
Zusäze. 549
Dieser Baum ist bereits lange in vielen englischenGarten gehalten worden, so viel ich aber erfahrenkönnen, hat er bisher noch keine Blumen getragen.Einige Gärtner haben ihn den Goldruthenbaum ge-nennet, warum aber, kan ich nicht sagen: dann dieSchossen und Blätter dieses Baumes und der Gold-ruche haben nichts ähnliches; wa6 aber seine Blu-men anbelanget, so habe ich niemalcn eine Beschrei-bung davon gesehen, daher ich dann auch von ihrerStructur nichts sagen kan.
Man ziehet ihn aus abgeschnittenen Reifern, wel-che man in einem der Sommermonate in Töpffepflanzen kan, die mit fetter leichter Erde angefülletsind, die hernach in ein temperirtes Lohbeet ein-gegraben, gehörig begossen und im Schatten gehal-ten werden müssen, bis sie Wurzeln geschlagen.Nachgehends mus man sie nach und nach an diefreye Lufft gewöhnen, und hierauf kan man jede ineinen besondern Topf setzen, der mit fetter, leich-ter Erde angefüllet ist, und selbige sodenn in Schat-ten stellen, bis sie Wurzeln bekommen. Hieraufkan man selbige an einen verwahrten Ort brin-gen , wo sie bis zu Anfang des <v«obers bleibenmögen, worauf man solche ins Gewächshaus brin-gen, und unter andere ausländische Pflanzen, voneben dem Land, setzen soll. Den lVmrer über, dasie insgemein keine Blätter haben, mus man sie nichtzu nas halten, ob sie gleich öffters begossen seyn wol-len ; im Sommer aber mus man ihnen viel Was-ser geben, indem sie bey Heissem Wetter sehr dur-stig sind.
Um die Mitte des May kan man diese Pflanze»zu gleicher Zeit mit den P-smeranzenbäumen, indie freye Lufft hinaus setzen; auch wollen sie an ei-nem warmen wohl verwahrten Ort stehen, sonst neh,men sie wenig zu: dann sie können die Kälte nichtleiden, und wann selbige den starcken Winden aus-gesetzet sind, verliehren sie, auch selbst im Sommer,ihre Blätter. Im lDinrer wollen sie in einem war-men Gewächshaus stehen, aber kein warmes Glas-haus haben sie nicht nörhig: dann wann sie nur fürdem Frost verwahret sind, dauern dieselben gaewohl.
H.K.LOK. ^mcriczna, kraxini koliis, 5ru«Hu co»
noiäc. ^bo^oni' - Der Mahogony-baum.
Dieser Baum wachst vornehmlich an der nordli-chen Seite der Insel ^amaica, von wannen maninnerhalb einiger Jahre viel Holz desselben nachLngeland gebracht hat, so, daß selbiges jetzt eineSder gebräuchlichsten Hölzer ist, aus welchem maltTische und allerhand Hausrath machet. Es wach-sen auch einige dieser Bäume in der Insel Baba-ma, von welchen man auch einiges Holz nach iLn-geland unter dem Namen Mareiraholz gebracht,die Frucht aber so ich von daher erhalten , zeiget,daß es kein anderes, als das Hol; des Mahogonyaus Iamatca sey , vb es gleich der Farbe und derTextur nach in etwas unterschieden ist.
Vorjetzo giebt es nur wenig dieser Pflanzen inEuropa, und da sie sehr zart sind, können sie m die-sem Land den 'winrer über nicht erhalten werden,ausser in den wärmsten Glashäusern. Man ziehetsie aus dem Saamen, den man, so viel möglich,frisch aus den Ländern, in welchen sie urspringlichwachsen, soll zu erhalten trachten: dann wannlange ausserhalb der Erde bleibet, gehet er nicht auf-Man mus ihn in Töpffe säen, die mit fetter, fri-scher Erde angefüllet sind, und solche in ein Lohbeeteingraben , wobey zu beobachtn, daß man sie öffters2UM begissse,