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selten reif, wann man ihr nicht hilfft. Weil esaber eine unvergleichliche Fracht ist wann sie rechtreif geworden , als verdient sie an eine Treibmauergesetzet zu werden , wo sie eine geringe durch Kunstgemachte Wärme, sehr wohl reiffet.
2. Rorhe Muscarcller, oder Frontiniac vonAlexandria, so einige rothe Ierusalemsmuscacel»ler nennen. Diese Traube wird nicht so spar reifals die vorige/ und wird daher derselben um Parisvorgezogen, woselbst sie an einer guten Wand,ohnedurch Kunst gemachte Warme sehr wohl reiffet.Die Beeren dieser Sorte sind nicht völlig so grosals an der weissen; sie haben aber gleiche Form undGüte.
?. N?etsse Melietrauben. Die Beeren dieserSorte sind von mittelmassiger Grösse, etwas eyfor,mig , und wachsen dichte aneinander. Wann siereif sind, sind sie grünlichtweis, und mir einemStaub bedecket,der sich abwischen lässr. Ihr Saftist sehr süs, und giebt einen unvergleichlichen weis«sen Wein. Sie wird an einer Wand sehr wohlreif, und wird bey gurer Witterung auch an Spa-lieren oder in Weingarten reif.
4. 'weisse Mortllon. Ist eine Traube von mit,telmässiger Grösse, die Beeren sind fast rund, undwachsen dichte aneinander. Ihr Safft ist Wohlge-schmack, die Bälge aber sind zähe. Sie werden aneiner guttn Wand sehr wohl reif.
s. Alicanrencrauben. Ast eine grosse Fruchtvon dunckelrother Farbe, mit blauem Staub bede,cket. Die Trauben sind sehr gros,und die Beerenwachsen locker daran. Ihr Safft ist köstlich undweinicht, wann die Trauben durchaus reif sind;welches aber in diesem Land selten geschiehet, wannman sie nicht durch künstliche Wärme treibet. Die,ses ist diejenige Traubensorte,aus welcher derstarckespanische Wein gemachet wird.
6. N)«isse Auvernar. Der Form nach ist sie derschwarzen Auvernarrraube gar gleich. Sie wächstsehr dicke, und ist trüblichtweisser Farbe, wann siereif ist Der Saft dieser Sorte ist im Essen nichtso Wohlgeschmack, als an vielen andern, hingegengiebt sie einen unvergleichlichen sussen Wein.
7. Die schiele Auvernalrraube ist auch in etwaswie die vorige geformct, aber blas dunckelbraun.Die Beeren wachsen etwas lockerer als an der vo«rigen, werden anch ehender reif. Daher ist es bes-ser dieselbe in Weinberge zu fttzen, w^il sie in ei-ner guten Lage mehrentheils reif wird.
8 Muscatellercibeben. Dieses ist eine gross«/langlichte, spitzig« Traube, deren Beeren vest undfleischicht sind, und locker am Stiel wachsen. Sieist eine sehr spate Frucht, daher sie auch in Enge,land ohne Beyhülffe einer Treibmauer nicht reifwird. Man bringt diese Traubensorte öffters ausPortugal! , und verkaufft ste im Winrer, auf denMärckten in Londen.
Es sind seit kurzem noch verschiedene andere Trautbensorren in dieses Land gebracht worden; aber esverdienen nur wenige derselben gezogen zu werden,indem sie später reisten, als daß sie in »Lngelandohne Beyhülffe einer kunstlichen Wärme vollkom,wen werden sollten. Doch sind unter den hier er-zehlten Sorten, verschiedene der besten Arten, dieeiner Treibmauer werth sind; daher ich dann keineandere mehr beschreiben will, weil es eine unendli-che Arbeit wäre, alle die in Europa bekannte Trau-bensorten anzuführen: dann da in heissen Ländern,aus dem Saamen, vielmals neue Varietäten wach«sen, so vermehren die Einwohner dieser Weinlän-der/ welche die verschiedenen Sorten sammeln,ihre
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Sammlungen jährlich. Der vorigevon Toscana, der seine Lust an Sammlung ^italiänischen und griechischen Trauben ,'>^tsas derselben in seinen Weinbergen beyverschiedene Sorten, von welchen viele v?n >a ^ten Werth waren , und nur zur Enriosilal Sten wurden.
Seit kurzem sind auch einige Tokayerrebcn ^Kngeland gebracht worden. Ehe man nocv ^Schnittlinie aus der Fremde angeschaffet, g>» ^man, der Tokayerwein würde nur allein 'A" jtt-Traubensorte gemachet: alleine aus denen ^ g ^lingen die hier anschlugen, hat man gesehen, ?^i),den Weinbergen, wo dieser Wein gemacher > ^verschiedene Sorten gezogen werden ,.davon c ^weis, einige aber auch schwarz sind, für ditjes^aber sind selbige keine besonders gute Trauben' ^
Unter den Clarercoder rothen Trauben,auch verschiedene Varietäten,die sich nach d">) ^be ihres Safftesunterscheiden. Einigehabensehr blasrothen Safft, der dem WeinFärb giebt; bey andern ist er sebr dunckel, pjebet wie Maulbeersafft; diesen lctzern aber se^'^j,Ausländer zum Weinmachen den Vorzug. .A,Blätter dieser Rebensorte werden über und>u ^wann die Frucht reif wird , dunckel purpurfarv'xHingenen die Blätter der blässeren SorteN/w>e hSafft der Frucht aussehen , und mehr „werden. Diesemnach lassen sich die Sorten^,Clarerrrauben im Herbst, so wohl durch ihr« ^tcr,als reiffen Früchte unterscheiden. ^
Da von Wartung der Reben an Mauern ^Zäunen bereits weitlaufftig gehandelt wordenwill ich mich hier nicht damit aufhalten; s^^vvielmehr zeigen; wie die Reben an TreibmauernSpalieren zu pflanzen und zu warten seyn,n>tu^<de Manieren jetziger Zeit in tLngelandbrauch sind. . A-
Wie die Treibmauern zu bauen seyn, isttickel Mauer gezeiget worden ; daher lasseches hie vorbey , und wende mich zur Zubers,,des Bodens worein man pflanzen will.
Rabatten dieser Treibmauern, mus die ErdeSchuh tief herausgenommen werden ,wannderden trocken ist; sonst ist eine Tieffe von zwey ^hen schon genug: dann in einem nassen Boden,sen die Rabatten wenigstens einen Schuh ^den Boden erhöher werden, damit die Nal>^x,tWurzeln der Reben nicht schade. Astheraus genommen worden, soll man die G^^lbten, mit Stein, Kalck und Schutt:c. ander ^Schuh dick anfüllen, alles wohl einebnen un? ^vest eintretten. Die Gruben müssen wem» pj,fünf Schuh weit gemachet werden,sonst lautseWurzeln der Reben in wenig Jahren ud»Schutt hinaus, und wann sie nichts hindert^sich zu treiben, lauffen sie in den nassen Bo^'' ^liehen so viel Feuchtigkeit ein, daß dadurch ve ,,5,.nichte Geschmack der Trauben geschwächt ^Ehe man aber den Schutt in die Grubees gut, wann man eine neun Zoll dicke v.<fünf Schuh weit von der Treibmauer macye ^ ^che hindert, daß sich der Schutt nicht ""t d Mliegenden Erde vermische, und zugleich dieder Reben innerhalb der Rabatte darinn I"' > si»eingeschlossen hält, so , daß sie nichtliegenden nassen Boden kommen konuen.
Zoll dicke Mauer, mus so hoch gemachet ^die Rabatte so man anlegen will,und kan » ..^e,da ;u dienen, daß man das Holz darauf leg ^cilworein die Rahm kommet, mit welcher v