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sind, gesaet, und in ein temperirtes Mistkxet einge-graben wird. Dieses mus so bald, als nur immermöglich, geschehen, wann man den Saamen erhal-ten will: dann säet man ihn zu Ende des Som-mers, und werden die Töpffe in einem temperirtenMistbeet aus Gerberloh, den ganzen Winter hin»durch gehalten, so gehen die Pflanzen im folgendenFrühling auf, da hingegen derjenige den man imFrühling säet, öffters ein ganzes Jahr im Bodenbleibet, ehe die Pflanzen aufgehen.
Wann sie aufgegangen, mus jede in einen beson-dern kleinen Topf versetzet werden, der mit leichter,frischer Erde angefüllet, und in ein sehr temperir-tes Mistbeet einaegraben wird, wobey zu beobach-ten, daß man sie begiesse und in Schatten halte, bissie Wurzel geschlagen. NachgehendS mus man sienach und nach an die freye Lufft gewöhnen, in wel»cheman dieselben im Iunio bringtt,und an einen war,men Ort setzet. Da können sie nun bis zu Anfangdes Occsber» bleiben, alsdann aber bringt man siein das Gewächshaus, und setzet sie so, daß sie beygelindem Wetter der frischen Lufft geniesen können:dann es sind diese Pflanzen so ziemlich dauerhaft,und wollen nur allein gegen die strenge Kälte ver-wahret werden, indem sie in Italien unter freyemHimmel sehr wohl wachsen, und auch häuffig Fruchttragen, wie ich dann auch von daher einen TheilSaamens bekommen; da aber diese Pflanzen beyuns sehr langsam wachsen, so wäre es besser sie ausItalien bringen zu lassen, da man sie dann im Früh,!mg, in Kisten mit Moß gepacket, wie die pome,ranzen, und Iasminbäume herüber bringen könn,te; diese Pflanzen aber würden, wann sie vorherschon wohl gewachsen wären, viel dauerhafter seyn,als diejenige so man aus dem Saamen gezogen; undvermuthlich ehender Früchte bringen.
Das Harz dieses Baumes wird zum Arzeneyge.brauch zu uns gebracht.
Ich mus mir die Erlaubnus ausbitten, nach ei-nen andern Baun, hier anzuführen, der, ob er schondem Character nach von dem vorigen ganz unter,schieden, doch von den Votanisten unrer kein be-sonder Geschlecht gesetzet worden, und da er nunso lange den Namen Storax getragen , so will ichihm solchen auch hier lassen, zumal da mich dieAuctorilät des Herrn Ray hierinnen unterstü«jtt.
81^k^x srbor Virginia, aceris foliv. kzjjttiN. Der virginische Sloraxbaum, mit dem Ahorn-blat, so insgemein Dquidambra, oder weisser,flüssiger Storax genannt wird.
Dieser Baum wachst m Ämerica gar häuffig,und von da ist der Saame nach »Lngeland gebrachtworden, woselbst man eine Menge von Pflanzenaus selbigem gezogen hat,^ die dauerhafft genug be,funden worden, die Kälte unserer ordentlichenVDmrer unter freyem Himmel zu vertragen. Esist auch gar wahrscheinlich, daß der Baum, weiler grösser und holziger wird, auch der Kälte um soviel besser wiederstehe; so lange er aber noch jung ist,so verderben die zarten Zwnglein gerne von starckerKälte.
Man kan diese Pflanze aus dem Saamen ziehen,den man im Frühling m Topfte säet, die mit fri-scher , leichter Erde angefüllet sind, und in eintemperirtes Mistbeet cingrabt, auch gehörig begies,set. Wann die Pflanzen aufgegangen, welchesmanchmaun sechs Wochen nach dem Aussäen ge,schiehcl(wiewckl sie auch zuweilen bis in das zwey-te Jahr in der Erde bleiben, im welchem Fall, die
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Erde der Töpffe ungestöhret gelassen vtA" At)'
bis man siehet, ob die Pflanzen aufgehen
so soll man sie sorgfaltig vom Unkraut r ^und auch öffters begiessen; im Iunio a ^r-man sie in die freye Lufft setzen, und an em ,men Ort bringen, wo sie bis in den ^
ben können. Hernach soll man sie unter e»meinen Glastrog stellen, daß sie für dem uwahret stehen; doch kan man auch bevWetter die Fenster öffnen, damit sie der sLufft geniesen. . .. dt'
Zu Ende des Merzen, oder mit AM ^Aprils, können diese Pflanzen aus denausgenommen und in das freye Feld g«>A.den. In dieser Absicht, soll man ein odeBeete, von leichter, frischer Erde, an ^men Ort zurecht machen, in welche man ^ ^zen einen Schuh weit von einander auften setzen kan, da sie dann au f zwey Jahrgenug zum Wachsen haben; wann sie aucy > ^bey einander sti ren, so ist es viel leichter >decken, wann der Winter sehr streng s^V
Wann sie eingepflanzet worden, so >""5 n'Oberfläche des Bodens mit Geströde bedec^ ^ z»mit der Wind und die Sonne den Boden >> sosehr austrockne: und wäre das Wetter trou^ ^ist es gut sie dann und wann zu begiessen,Wurzel geschlagen, nachgehends aber bra"" ^keiner andern Besorgung, als daß mandig bis in den folgenden November vowufrey halte, um welche Zeit es auch gut v'v« ^zur Abhaltung des Frostes etwas fril^.ströde auf den Boden zu legen; und so.d^ter sehr streng wäre, so soll man die Pnan,^.s!§etwas Lrdsjiroh bedecken, oder Matten 'herziehen, damit sie Lür den Frost Verwahrer > ^In diesen Beeten können die PstaN)!^^Jahre stehen, hernach mus man sie im .Fdiejenigen Orte setzen wo sie bleiben sollen, oo^rin eine Baumschule, wo man sie weiter auscu' ^setzet, damit sie Plaz haben, noch -weyJahre zu wachsen. Nachdem diese Bäunn'-'^ii!drey Jahre gestanden, werden sie sehr starck n?daher sie dann auch wann ihre Wu> zeln rco)^. htycket sind, sebr ninebmen. Bey uns wer^n HA«zwanzig ^)chuh hoch, weswegen man sie nn^ .^me von gleichem Wachstum, und an einen wOrt setzen soll.
Die Blatter dieses Baumes schwitzen,men Wetter, ein flüssiges Harz aus, welw ^angenehmen Geruch von sich g'.ebt, wann ' ^jhi>zwischen den Fingern reibt; bisher aber tMin '^ngeland noch nicht blühen sehen.
8U85K. TAecork-tree. DerGorck^dc^^
toffelholzbaum.
Der Characcer ist:
Er komme in allem der Sreineicdelgleicd , die Rinde ausgenommen,dick, schwammichc und rveich izt.
Die Sorten sind: ^
1. 8uvei^ lztifolium perpetuo viren!Der breitblätterige, immergrüne Pant?i>bäum. ^ p.
2. 8uveir snFuliifolium non scrrztuw.
Der schmalblätterige PantoffelholzbauM,
tem Rand. n
Es giebt noch verschiedene andere So"Baumes, deren in einigen italiänischen