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Mistbeet säen, und wann hernach die Pflanzen auf,gegangen, versetzt man sie in Topffe, die mit fetterleichter Erde angefüllet sind, und stellet solche m mitWasser angefüllte Pfannen, die man in ein Mist-beet eingräbt, und wann sich das Wasser verzehrt,soll man von Zeit zu Zeit frisches nachgießen. ImJulis können diese Pflanzen hinaus an einen war,men Ort gesetzet werden , wobey beständig in denPfannen Wasser zu halten , sonst kommen sie nichtfort; zu Ende des Augusri aber bringen sie ihreFrucht, welche ziemlich wohl reiffen wird,wann an,ders der Herbst gut ist.
05Xt^v^. I'ke Okmunä K072I, oder 5Io-verinA kern. Blühend Farrenkraut.
Dieses ist eine Sorte des Farnkrautes,welche sichvon den andern durch ihre Blumen unterscheidet,soan der Spitze der Blätter wachsen, da hingegendie andern die ihrigen meistens an der Ruckseite derBlätter bringen.
Es giebt nur eine Sorre dieser Pflanze so inLn,geland wild wächst; hingegen wachsen verschiedeneandere. Sorten davon in America; da sie aber sel»ten in den Gärten gehalten werden, so will ich ihreSorten allhier nicht anführen.
Die gemeine Sorte wächst in verschiedenen Tbei»len von ckngetand inSümpffen; wer also Lust hättesie in einen Garten zu versetzen, der mus sie in einennassen,schattigen Ort pflanzen, sonst wächst sie nicht.
Siehe Lerberjz.
VXV5. ^ooä-sorrel. Sauerklee.
Die Sorren sind:
Hat eine glockenförmige Dlume,die aus einemVlar bestehet, vornen weit ausgebe eirer ist, undverschiedene Einschnitte hat. Der Gtempftl soaus dem Blumenkelch entspringt, wird zu einerlanglichren, häutigen Frucht, die fünfSaamen-capseln ha», welche sich aussenher von unren bisoben öffnen , und einen Saamen in ftck enthal-ten, der wegen der Schnellkrafsr der Haur so ihnumgiebr,aus seinen Zellen heraus springet.
Die Sorren sind:
Oxv! klare »lbo. lourn. Gemeiner Sauer,klee mit weisser Blume.
2. Oxvs klare purpurÄlcente. lourn. Sauer,klee mit purpurfarber Blume.
z. Oxre lmez. L. Sauerklee mit gelberBlume.
4. Oxis lutez ^meric-ma ercÄiar.l'ourn. Auf,rechter gelber, americanischer Sauerklee.
s. Oxvz bu1boü,^5ricznz, rorunäisali,, csuli-bus 3c klorikus purpureiz gmplis. ?iorr. ^mK»
Mundblätterigrr africanischer Sauerklee, mit gros,sen purpurfarben Blumen.
6. Oxvs bulbosa,^clkiopicz, minar, follocor--6zto, klare ex slbiäa purpur-iscente. klart.Bollenwurzliger, athiopijcher, kleiner Sauerklee,mit herzförmigen Blat, und weislichtpurpurfarberBlume.
7. Oxvs ^mericana, Kare rubra, kibrasa rsclice.Intt. k. Americanischer Sauerklee,mit rotherBlume, und faserichter Wurzel.
Z. Oxrs lutez srutescens ^mericanz, trjfalii kl-tuminali fzcie. plum. dst. Gelber, staudiger,americanischer Sauerklee, so das Ansehen des Harz«klees hat.
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9. Oxvs purpurez VirZinisnz , raäice l^uaM^tz. Inü. K. tt. Der purpurrothe virginischeerklee,mit schuppiger Wurzel.
10. Oxv5 buldosz ^fricanz, rotunäikalia, caul»'buz viren ibu8, kloribus smplis purpurcis. vrcz^n.Lent. Bollenwurzlicher. africamscher Sauerklee,mit runden Blättern, grünen Stengeln, und grossespurpurfarben Blumen.
11. Oxvs lutea znnu2,klarilzus äentatis. kcuillee.Obs. Gelber, jährlicher Sauerklee, mit ausgezack-ten Blumen.
12. Oxvs rasea klare, ereAjar , vulZa dulls.keuillee Obs. Aufrechter Sauerklee, mit rosenfa^der Blume, insgemein Oulls genannt.
lz. Ox?5 smpjitlima Kare lutea. keuiU6e Ob»«Sauerklee mit der grössten gelben Blume.
14. Oxrs lutea klare, r^täice crzsillimz. keuillee
Obs. Sauerklee mit gelber Blume, und sehr dickerWurzel.
Die erste Sorte wächst in den Wäldern und an-dern schattigen Plätzen, verschiedener Theile vollEngeland wild , und blühet im April und Ma?-Es ist selbige diejenige Sorte, so das Collegium me-dicum zu Bonden zum Arzeneygebrauch verordnet!hingegen wird die vierte Sorte insgemein gellMarckt gebracht, welche lange nicht so gut ist, undsehr wenig Geschmack hat. Allein die Leute so M-zeneykräurer für den Marckt bauen, haben diesePflanze in ihren Gärten gezogen, weitste hoch wächst/und sich starck ausbreitet, so, daß sie solche leichtlichsammeln, und Büschelweis zum Verkauf , zusamwbinden können; da hingegen die wahre Sorte dicht?am Boden wächst, und jedes Blat mit seinem Sten/gel aus der Wurzel kommet, daher es beschwerlichist sie in Menge zu sammeln. Diejenige aber so siezur Arzeney gebrauchen, sollen Acht haben, daß siedie rechte <Vorte bekommen. Jbre rechte Zeit istallemal un Frühling; hingegen wird die andereSorte niemalen vor Mitte des Sommers zu Marcktgebracht.
Die zweyte Sorte ist eine Varietät der erstern,und unterscheidet sich nur allein durch die Farbe derBlume. Sie wird im nordlichen Tbeil vongeland wild gefunden, und von den Liebhabern derBotanic als eine Varietät gehalten; dem Geschmacknach aber ist sie von der gemeinen Sorte nicht untereschieden. Diese beede Sorten sind bestandige Pflan-zen, und vermehren sich starck durch ihre kriechendeWurzel, wie auch durch ihren Saamen. Sie müs-sen in eine feuchte schattige Rabatte, entweder iniFrühling, oder um Michaelis gepflanzet werden,damit sie vor ankommender Kälte noch wurzeln.Wann die Pflanzen einmal in der Rabatte stehen,so lassen sie ihren Saamen fallen , und vermehrensich sehr starck. Dieser gemeine Sauerklee hat inSaläten eine viel angenehmere Säuere, als der ge-meine Sauerampfer, und um dieser Ursache willen,soll man in dem Kuchengarten allezeit eine Rabatt«davon voll haben.
Die dritte Sorte ist eine beständige Pflanze, diesich durch ihre kriechende Stengel starck vermehret,indem selbige an jedem Knoten Wurzel treiben;auchwächst sie aus dem Saamen häuffig, welcher, wanner reif ist, durch die Schnellkrafft der Saamen-«capsel weit weg getrieben wird, daher es schwer ist,den Saamen zu sammeln: dann wann er reif ist,sospringen die Hülsen auf die erste Berührung ent-zwey, und lassen den Saamen fallen. Diese Sor-te ist zart, und mus im Winter unter einem TroS
gehalten