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Stämme bekommen, wann sie änderst genügsamekufft haben ; im Ocrober aber wann die Nächtekalt sind, soll man sie ins Glashaus setzen, und mitdenen Papayabaumen, und andern westindischenPflanzen, in das Lohbeet eingraben. Das Glas-haus soll diejenige Warme haben, so auf HerrnFowlers Thermometern mit Ananaswarme be-zeichnet ist, dabey ist zu mercken , daß man sie imWinter mit solchem Wasser begiesse, so vier undzwanzig Stunden im Glashaus gestanden/und alsoeine mit der Lufft des Hauses proportionirte War,me erhalten.
Im folgenden Frühling mus man sie in grössereTöpsse versetzen, und wieder in die Loh eingraben,inwelcher sie beständig sollen gehalten werden, wannman sie kräfftig haben will; und ob sie schon auch ineinem warmen Glashaus ohne Loh bleiben: so wer-den sie doch lange nicht so weit kommen, und ein soschönes Ansehen gewinnen, als wann man sie in derLoh hält; ja wo man gute Glashäuser hat, und sieMit gehöriger Sorgfalt wartet, da können sie soweit gebracht werden, daß sie bald Früchte bringen»
, (wird also genannt von w->«--/5--,oder, erweichen, weil sie gut ist den Leib zu er«weichen), i^llows.. Pappeln.
Der Character ist:
Sie hat eine zaserige N?nr;el; die Blatter sindrund oder eckichr; die Blume bestehet aus einemBtatlein, gehöret ;u denen ausgebreiteten, glo>ckenarrigen, und ist fast bis unten in fünfTheilezerschnitten. Aus der Micre entspringt eine py-ramidenförmige Rohre, die meistens mir vielenkleinen Faden angefüllet ist. Aus der Mmedes Blumenkelchs entspringt in der Röhre derGrempfel, welcher zur Frucht wird , die glatt,rund , zuweilen zugespitzt, und meistens in denBlumenkelch eingehüllet ist , auch verschiedeneZellen hat,die fo um die Achse herum stehen,daßjedes Lachlein auf das künstlichste mir denendarein passenden Streifen vereiniger ist. DerSaame ist meistens nierenformig.
Die Sorten sind:
1. vuIZaris, klore majore, tolio lmvTto.
). L. Gemeine Pappel mit grosser Blume.
2. hlveliris , folio linuztcz, Kore slbo-
Zuckerl. Gemeine Pappel, mit grosser, weisserBlume.
z. 8menlis ercAz , klolculis zlbis mini-
mis. Sinestlche, aufrecht wachsende Pappel, mitkleinen weissen Blumen.
4. folüs crihns. L. ?. Krause odergefüllte Pappel.
s. k koliv vatio. L. L. ?. Pappel mitscheckigem Blat.
6. Orientzlis ereAjor, ilore mzZno lua-
ve -rubente'. 1. Lor. Aufrechte,orientalische Pap-pel,mit grosser anmuchig rother Blume.
Die erste dieser Pflanzen wird in denen meistenTheilen von Lngeland wild gefunden, selten aberin denen Gärten gezogen. Dieses ist die Sorte soman insgemein in der Arzeney gebraucht, und dieKraumweiber, welche selbige im Feld sammeln, ver-sehenden Marckt damit.
Die zweyte Sorte ist eine Varietät der erstem,von welcher sie sich durch die Farbe der Blume unter-scheidet. Diejenigen so viele Varietäten vonPflan-
zen lieben, halten selbige; in andern Garten aber wirdsie selten gezogen.
Die dritte Sorte wurde ehedem als ein Kuchen-kraut aus China gesendet, ist auch in einigen gutenenglischen Gärten gebauet worden, wiewohl es keinAnsehen hat, daß sie hier für ein Küchenkraut gel-ten sollte, indem wir verschiedene andere haben, wel-che in dieser Absicht den Vorzug verdienen. Es isteine jährliche Pflanze, die sich selbst starck genug ver-mehren wird, wann man ihren Saamen ausfallenlässt, indem er selten ausbleibt, und wo sie einmalin einem Boden Sitz genommen,da wird sie ösiterSsehr beschwerlich.
Die vierte Sorte wird von einigen Liebhabernum der Schönheit ihrer Blätter willen gehalten,welche am Rand ordentlich gefältelt sind. Sie istauch eine jährige Pflanze, die vier bis fünss Schuhhoch wird, und sich selbsten , wie die vorige, fort-pflanzet.
Die fünfte Sorte ist rarer als immer eine derervorigen. Sie wächst in Spanien und Italienwild, von wannen ver Saamen nach Engelandgebracht worden, und die Liebhaber der Varietä-ten halten sie; doch hat die Pflanze wenig Schönheit.
Die sechste Sorte ist auch eine jahrige Pflanze,welche insgemem aufrecht, drey oder vier Schul)hoch wächst, und viele schöne rothe Blumen tragt.Um dieser willen verdienet sie vornehmlich in grossenGärten gezogen zu werden, woselbst sie ein recht an-muthigss Ansehen hat, wann sie in der Mitte gros-ser Rabatten stehet.
Dm Saamen dieser Pflanzen soll man imMer,zen in ein Beet von frischer leichter Erde säen,undwann sie vier Zo« hoch gewachsen, so mus man siedahin versetzen, wo sie bleiben sollen; sie müssen abecweit von einander stehen: dann setzt man sie zu dichtezusammen, so sehen sie nicht wohl aus. Am bestenist es, wann man sie unter andere Blumen von glei-chem Wachstum setzet, da sie dann eine anmuthigeMannigfaltigkeit machen.
Man kan diesen Saamen auch im August säen;und wann die Pflanzen in einem trockenen Bodenstehen, so vertragen sie die grösste Kälte unseres Cli-ma, werden auch grösser und blühen geschwinder,als die so man im Frühlmg gesaet. Oder so manden saamen ausfallen lässt, so gehet er auf , wievon denen beeöen andern Sorten, und wachst ebenso gut.
Es giebt noch verschiedene andere Pappelsorren,davon einige urspringlich in diesem Land wachsen,da es aber Pflanzen von geringer Schönheit und*wenigem Nutzen sind, so würde es überflüssig seyn,sie hier anzuführen.
äkeOR.Kö» Siehe äkk-z.
kole Xjzllov?z0der
Rosenpappel, Gartenpappel.
Der Characrer ist:
Sie hat eine grössere und mehr ausgebreiteteBlume als die Pappel, die dichte an dem Sten-gel styc, und m verschiedenen Sorten sind dieBlumen gefüllt, da dann die Blaclein den Play?des Griffels einnehmen. Sie ist in allem grössfev als die gemeine Pappel,die Blatter sindrauer,und die pstanze wachst fast staudenartig»
Die Sorten sind:
i. rolea live kortenlis , Aore älbo. S.
Einfache, weisse, Rosenpappel.