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2 (1907)
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1153
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Zincum aceticum.

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Die zu färbenden Zinkgegenstände werden zuerst gründlich entfettet, und dann entwederin verdünnter Salzsäure vorgebeizt oder mit einem Brei von verdünnter Salzsäure undSand abgerieben. Man spült sie darauf mit Wasser und taucht sie in der obigen Beizeeinen Augenblick unter oder bestreicht sie mit ihr mit Hilfe eines weichhaarigen Pinsels.Der Ueberzug erscheint bisweilen zunächst rötnlich, wird aber bald schwarz. Erst wenndies der Fall ist, spült man ab, trocknet und kann schliesslich lackiren oder mit Oel oderWachs einreiben.

Zinkätztinte. Man kocht 43 g Galläpfel mit 560 g Wasser auf eine Kolatur von200 g ein und fügt dieser hinzu 2 Tropfen Salpetersäure und 34 Tropfen Salzsäure.

Zinkfackeln der Firma Gantsch in München sind 1,34 kg schwere, 1 m lange,3 cm weite Zinkblechhülsen, die mit einem Gemisch von Kalisalpeter, Schwefel und Realgargefüllt sind.

Zinkblech, Beschreiben. Man beschreibt Zinkblech mit Liquor Stibii chlorati.Die Befestigung (von Etiketten) erfolgt mit Kupferdraht.

Zincum boricum. Zinkborat. Man fällt eine Lösung von 5 Th. Zinksulfat in50 Th. Wasser mit einer Lösung von 4 Th. Borax in 100 Th. Wasser.

Zincum metallicum purissimum zur forensischen Analyse. Die wichtigsteForderung an diese Zinksorte ist, dass sie absolut frei von Arsen ist. lieber diese Prüfungvergl. Bd. I, S. 403. Es ist bisweilen schwer, selbst von den renommirtesten Firmen ab-solut arsenfreies Zink zu erhalten. Wir pflegen daher stets einen eisernen Bestand von2 kg arsenfreiem Zink vorräthig zu halten, welcher nur im Nothfalle angegriffen wird,und etwa 10 kg arsenfreies Zink zu bestellen, sobald die liefernde Firma im Besitze einessolchen ist. Für den Nachweis des Phosphors nach Dusakt-Blondlot bedarf man phos-phorfreies Zink und zur Bestimmung des Eisens mittels Kaliumpermanganat ein höchstensSpuren von Eisen enthaltendes Zink. Vergl. Bd. I, S. 1088, Bd. If, S. 598. Zur Prüfungauf Eisen löst man 10 g Zink in Salzsäure, oxydirt die Lösung mit Salpetersäure undprüft nach Yerjagung des freien Chlors mit Kaliumrhodanid. Es darf nur eine sehr un-bedeutende Rothfärbung auftreten.

Zinkstaub. Poussiere. Man bezeichnet mit diesen Namen das graue Pulver,welches sich bei der Destillation des Zinks zuerst in den Vorlagen ansammelt. Es bestehtim wesentlichen aus fein vertheiltem metallischem Zink, welches mit Zinkoxyd, basischemZinkkarbonat und Kadmium vermischt ist. Guter Zinkstaub soll 8090 Proc. metallischesZink enthalten.

Werthbestimmung. Man wäge etwa 0,5 g Zinkstaub genau ab, bringe dieseMenge in eine mit Glasstopfen verschliessbare Flasche von ca. 100 ccm Fassungsraum,setze einige Glasperlen und 25 ccm Normaljodlösung hinzu. Man stelle die Mischungunter häufigem Umschütteln 1 Stunde lang zur Seite, spüle sie dann in einen Erlen-meyeb -Kolben, setze vorsichtig Essigsäure bis zur Klärung zu, gebe etwas Stärkelösungdazu und titrire mit '/m-Natriumthiosulfatlösung bis zur Farblosigkeit (vergl. S. 508).Zieht man die Menge des Natriumthiosulfats von 3,175 g Jod (=25 ccm Normaljodlösung)ab, so ergiebt die Differenz das durch das vorhanden gewesene Zinkmetall gebundeneJod. Letzteres ist alsdann nach folgender Gleichung auf Zink zu berechnen. Zn -f- 2 J= ZnJ 2 . Bei stark bleihaltigem Zinkstaub fallen die Resultate zu hoch aus. Zinkstaubwird in der chemischen Analyse und chemischen Technik als Reduktionsmittel benutzt.

Ziucnm raspatum. Zinkfeile. Man stellt unter Verwendung sauberer Feilen ausZinkblech oder starkem Zinkdraht oder Zinkblöcken Feilspäne her. Diese finden Verwen-dung zur Darstellung des Zinkjodids und als Reagens in der chemischen Analyse.

Zincum aceticum.

f Zincum aceticum (Germ.). Acetate de zinc (Gall.). Zinci Acetas (Brit. U-St).Zinkacetat. Essigsaures Zink. Zu (CiLCO,).. + 2H..O. Mol. Gew. = 219.

Darstellung. 100 Th. käufliches, eisenfreies Zinkoxyd werden mit 250 Th. destill.Wasser und 530 Th. verdünnter Essigsäure (von 30 Proc., spec. Gew. = 1,040) gemischtund nach Zusatz einiger Stückchen (15 Th.) reinen Zinkmetalls (dieser Zusatz erfolgt umetwa vorhandenes Blei abzuscheiden) im Wasserbade einen halben Tag hindurch erhitzt.Dann wird die Flüssigkeit kochend heiss filtrirt und das Filtrat zur Krystallisation beiSeite gestellt. Nach einem Tage trennt man die Mutterlauge ab, dampft sie nach ZusatzHandb. d. pharm. Praxis. II. 73