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2 (1907)
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1114
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Veratrum.

Antidote. Befindet sich das Gift noch unresorbirt im Magen, Auspumpen mitstarker Gerbsäurelösung; nach der Resorption gegen die Durchfälle Opium, sonst Excitantien,wie Champagner, Kampher, Aether, Moschustinktur.

ff Oleatum Veratrinae (U-St.). Spiritus Veratrini H. E. Richter.

Rp. Veratrini 2,0 Rp- Veratrini 0,5

Acidi olelnici 98,0. Chloroformii 10,0

Spiritus 50,0

Pilulae Yeratrini Magendie . Unguentum antisciaticum Oppolzer.

Rp. Yeratrini 0,1 Rp. Veratrini 0,5

Amyli Adipis suilli 25,0.

Gummi arabici ää 1,5 Zum Einreiben bei Ischias und Lumbago.

Aquae q. s.

Fiant pilulae No. 40, obducendae Argento foliato.Jede Pille enthält 0,0025 g Yeratrin.

Pilulae Yeratrini compositae Aran.Rp. Yeratrini

Extracti Opii ää 0,1Gummi arabiciAmyli ää 1,5

Aquae q. 8.

Fiant pilulae No. 30, obducendae Argento foliato.Jede Pille enthält 0,0033 g Veratrin.

Pilulae Yeratrini Wunderlich.Rp. Yeratrini 0,15 (l)

Radicis LiquiritiaeSucci Liquiritiae ää 1,5.

Fiant . pilulae No. 30. Jede Pille enthält 0,005 gVeratrin.

TJnguentum Yeratrini.

I. Form. Berol.

Rp. Veratrini 0,25

Olei Olivae 0,5Adipis suilli 25,0.

II. Hamb. Vor sehr.

Rp. Veratrini 1,0

Olei Ricini 1,0

Adipis suilli 48,0.

III. Brit.

Rp. Veratrini 0,5

Acidi ole'inici 2,0Adipis suilli 22,5.

IV. U-St.

Rp. Veratrini 4,0

Olei Olivae 6,0

Adipis benzoati 90,0.

Veratrum.

Gattung der Liliaceae Melanthioideae Veratreae.

I. Veratrum album L. Heimisch auf den Gebirgen Europas und Nordasiens. Stengelbis 1 m hoch, untere Blätter elliptisch, stumpf, mit sehr langer Scheide, die oberen Blätterallmählich kurzscheidiger, schmäler und spitzer, zuletzt lanzettlich und in die Deckblätterdes Blüthenstandes übergehend. Blätter am Stengel spiralig, nicht gegenständig, wie beiGentiana lutea, mit der die nicht blühende Pflanze leicht verwechselt werden kann.Blüthenstand eine eudständige, aus Trauben zusammengesetzte Rispe. Perigon innen weiss,aussen an der Basis grünlich, unregelmässig kraus gezähnelt, am Rande des Grundesbeiderseits mit einem drüsigen Streifen. Liefert im Rhizom mit den Wurzeln:

-j- Rhizoina Yeratri (Germ. Helv.). Radix Hellebori albi s. Yeratri albi.Weisse Jiieswurzel. Germerwurzel. Krätzwurzel. Souche d'hellebore blanc(Gall.). White Hellebore.

II. Veratrum Viride Aiton. Heimisch in Nordamerika von Kanada bis Georgien,auch in Asien am Amur. Bis 2 m hoch. Blüthen grün, Aehrenstand lockrer wie von I,Blätter zugespitzt. Staubblätter fast so lang wie die Perigonabschnitte, die spitz lanzett-lich sind. Gilt meist als Varietät von I.: Var. Viride Baker. Liefert ebenfalls imRhizom mit den Wurzeln:

t Rliizoma Veratri viridis seu Americanae. Veratruui viride (U-St.).American Hellebore.

Beide Drogen sind in Aussehen, Bau und den Bestandtheilen nicht verschieden(vergl. S. 1115).

Beschreibung. Das Rhizom wird bis 8 cm lang, bis 2,5 cm dick, es ist von schwarz-brauner Farbe, mit 1012 Ringelungen, von denen jede dem Zuwachs eines Jahres ent-spricht. Dazwischen kann man an der aufgeweichten Droge die Narben der Blätter er-kennen. Unten ist das Rhizom durch Abfaulen abgerundet, oben gewöhnlich mit einemSchopf der Reste der abgeschnittenen Blätter und des Stengels versehen. Wenn die Pflanzegeblüht hat, entwickelt sich eine (selten zwei) Seitenknospen weiter, die dann nach