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Vanilla.
Lelberleiden und Wassersucht. Heilverfahren von Dr. v. Nees . Ein Thee ausBaldrian, Pfefferminze, Hagebuttensamen und Knöterich.
Nerven-Tonic, Pastor Koenig's : Ammonii bromati 10, Kalii et Natrii bromati äa30, Extracti Viburni prunifolii 10, Tincturae Yalerianae compositae 130, Glycerini 30,Aquae 430.
Nervosln, Pizzala , gegen Hysterie und Nervenleiden; enthält die Bestandtheile ausRadix Angelicae und Yalerianae, Folia Aurantii, Herba Chenopodii.
St. Jacob's Magentropfen. Eine Tinktur aus Baldrian, Rhabarber, Anis, Ingwer,Nelken, Zimmt etc. (B. F ischek.)
II. Valeriana officinalis var. angustifolia Miq. „Kesso, Kanokoro".
Wird in Japan wie I. verwendet. Das Rhizom mit den Wurzeln enthält bis 7 Proe.ätherisches Oel, das dem von I. ganz ähnlich zusammengesetzt ist.
III. Die dicken Wurzeln der in Mexiko heimischen und dort -wie I. verwendetenValeriana mexicana D. C. und V. toluccana kommen zuweilen ganz oder in Stückegeschnitten nach Europa. Sie scheinen hauptsächlich freie Baldriansäure zu enthaltenund höchstens Spuren ätherischen Oeles.
Vanilla.
Gattung der Orchidaceae — Monandrae — Neottiinae — Yanilleae.
Vanilla planifolia Andr. Heimisch im östlichen Mexiko, vielfach in den Tropenkultivirt. Mit fleischigem, bis in die Wipfel der Bäume kletterndem Stengel und Luft-wurzeln. Blätter fast zweizeilig abwechselnd, länglich oval, kurz gestielt. Blüthen voncharakteristischem Bau, grünlich. In den Kulturen pflanzt man die Vanille durch Setz-ranken fort, die man an Bäumen befestigt, so dass sie den Boden berühren, worauf siebald Wurzeln schlagen. Da in den nicht in Mexiko befindlichen Kulturen die Insektenfehlen, welche die Befruchtung vermitteln, überträgt man den Pollen mit der Hand aufdie Narbe. Man pflegt eine gewisse Anzahl Blüthen zu entfernen, um wenige, aber umso kräftigere Früchte zu erzielen. Kulturen von bemerkenswerthem Umfange befindensich in Mexiko, Java, Reunion, Mauritius, Seychellen, Deutsch-Ostafrika, Guadeloupe,Martinique, Tahiti. Verwendung findet die Frucht:
Fructus Vanillae (Germ. Helv.Austr.). Vanilla (U-St.) Siliqua Va-nillae. — Vanille. Vanilleschoten.Baynilla. — Fruit de vanille (Gall.).— Vanilla.
Beschreibung. Die Frucht isteine aus drei Fruchtblättern bestehende,zweiklappig aufspringende Kapsel, die30 cm Länge und 1 cm Dicke erreicht.Von dem Rande jedes der Fruchtblätterragt in die Höhlung der Frucht einzweischenkliger Samenträger, der anseinem Ende zahlreiche kleine Samenträgt. Die Stellen, an denen die Fruchtin zwei ungleich grosse Klappen auf-springt, sind im Querschnitt, der vongerundet dreieckigem Umriss ist, leichtzu sehen (Fig. 206). Von der Innen-seite der Fruchtblätter ragen in die Höhlung weiter lang ausgestülpte, haarartige Pa-pillen hinein, die einen wohlriechenden, gelben Balsam secernieren. Im Gewebe derFruchtblätter erkennt man nicht eben zahlreiche, kleine, kollaterale Gefässbündel.
Fig. 206. Querschnitt durch die Vanille.st St elle, wo die zwei Klappen sich trennen, d Papillen,o Samenträger.