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2 (1907)
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1092
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Urina.

dem Centrifugiren. Gewöhnlich theilt man die Bestandteile der Harn-Sedimente ein innichtorganisirte und organisirte.

Nichtorganisirte. 1) Ist der Harn trübe, so erwärmt man ihn auf etwa 80° 0.;löst sieh eine vorhandene Trübung auf, so besteht sie wahrscheinlich aus harnsauren Salzen.Freie Harnsäure löst sich beim Erwärmen nicht wieder auf.

Saures harnsaures Natron. Amorpher, feinkörniger, grützlicher Niederschlag,häufig durch mitgerissenen Farbstoff röthlich gefärbt, besonders in koncentrirten, saurenHarnen. Löst sich beim Erwärmen auf und erscheint beim Erkalten wieder (Fig. 190).

Saures, harnsaures Ammon. In ammoniakalischen, gährenden Harnen. KugeligeAggregate mit stacheligen Fortsätzen, stellen die sog.Stechapfelform" dar (Fig. 191).

Fig. 190.Saures harnsaure3Natron.

Fig. 191.

Saures harnsauresAmmon (Stechapfelform).

Fig. 192.Harnsäure in Wetzsteinform,Bündeln und Dumb-bells.

Fig. 193.Calciumoxalat(Briefkouvertform).

Harnsäure. Scheidet sich meist aus sauren, concentrirten Harnen ab. Durchgelbe bis gelbrothe Färbung und sandiges Aussehen gekennzeichnet. Unter dem Mikroskop(50lOOfache Vergrösserung) gelbliche wetzsteinartige Krystalle, bisweilen auch Hantel-formen (Dumb-bells), Prismen und zu Bündeln vereinigte Stäbe darstellend. ChemischerNachweis durch die Murexidreaktion (Fig. 192). Zusatz von Natronlauge löst die Krystallesofort, auf Zusatz von Salzsäure erscheinen sie alsdann wieder.

Calciumoxalat, in schwach sauren oder in alkalischen Harnen. Ist unter demMikroskop durch die oktaedrische Form (Briefcouvertform) der Krystalle leicht er-kennbar. Unlöslich in Essigsäure, löslich in Salzsäure (Fig. 193).

Magnesium-Ammoniumphosphat (Tripelphosphat). Nur in ammoniaka-lischen Harnen. Gewöhnlich in der Form dersargdeckelförmigen" Krystalle im Boden-

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Fig. 194.Ammonium-Magnesium-phosphat (Sargdeckelform).

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Fig. 195. Calciumkarbonat(Sphaeroide).

Fig. 196.Cystin.

satze vorhanden. In dem auf solchen Harnen befindlichen irisirenden Häutchen unregel-mässige Schollen bildend. Leicht löslich in Essigsäure (Fig. 194).

Calciumphosphat. In ammoniakalischen, gährenden Harnen. Bedeckt den Harnmeist als irisirendes Häutchen.

Calciumkarbonat. Scheidet sich gewöhnlich in Sphäroiden aus, die zur Formdes Arragonits gehören. Verhältnissmässig selten (Fig. 195).

Cystin. Krystallisirt in farblosen, sechsseitigen Tafeln. Löslich in Salzsäure, inAlkalien, Ammoniak, unlöslich in Essigsäure (Fig. 196).

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Fig. 199.Hippursäure.

Fig. 198. Tyrosin.

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Fig. 200.

Bl Kothe Blutkörperchen(Erythrocyten).Ei Eiterkörperchen.400 fach. lin. Vergrösserung.

Leucin. Ist ein Sediment in Form von gelblichen Kugeln oder Knollen mit kon-centrischer Streifung, dem harnsauren Ammon ähnlich (Fig. 197). Unlöslich in Aetherund in Salzsäure.