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2 (1907)
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1066
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Unedo. — [Jnguenta.

aufgerollt sind. Im Bast wechseln Fasergruppen, die von Kammerfasern umscheidet sind,mit Weichbast ab. Im Parenchym reichlich rothbrauner Farbstoff und in einzelnen Zellengeschichteter Schleim, der sich in Wasser nicht völlig löst. Die Rinde von III soll frischnach Foenum graecum riechen, ihre Schleimzellen sind besonders gross und zahlreich.Markstrahlen bis 4 Zellen breit.

Bestandtheile. Schleim, Gerbstoff.

Verfälschung. Das Pulver von III wird in Amerika mit stärkemehlhaltigenSubstanzen (Mais) verfälscht. Es ist darauf aufmerksam zu machen, dass die Binde anund für sich Stärke enthält.

Anwendung. Innerlich in Form des Schleimes oder der Abkochung (10—15 : 200),äusserlich zu Kataplasmen, des Geibstoffgehaltes wegen als Adstringens und des Schleim-gehaltes wegen zu Mutterzäpfchen.

Extraktum Ulmi corticis. Extrait d'orme alcoolique (Gall.) ist wie ExtractumDigitalis alcoholicum Gall. (Bd. I, S. 1041, 2) zu bereiten.

Mucilago Ulmi (U-St.). Mucilage of Elm. Aus 6 g zerschnittener Ulmenrindeund 100 ccm Wasser durch einstündige Digestion im Wasserbade und Durchseihen. Nurbei Bedarf anzufertigen.

Unedo.

Jetzt zur Gattung Arbutus. Ericaceae — Arbutoideae — Arbuteae.

ArblltllS Unedo L. Heimisch in Südeuropa. Baum oder Strauch mit länglich-lanzettlichen, gesägten Blättern, hängenden Trauben weisser oder rosenrother Blüthen mitkrugförmiger Blumenkrone und kirschengrossen, scharlachrothen, dicht warzigen, an Erd-beeren erinnernden Früchten („Erdbeerbaum").

Wurzel, Rinde und Blätter sind adstringirend und werden gegen Diarrhoe ver-wendet, die Früchte werden gegessen, man bereitet auch Alkohol daraus. Bacine, Feuilleet Fruit d'Arbousier. (Gall.)

Unguenta.

Uuguenta (Austr. Brit. Germ. Helv. U-St.). Pommades, Onguents (Gall.).Unguina. Salben. Ointments.

Zum äusseren Gebrauche bestimmte Arzneimittel von butterartiger Beschaffenheit.Ihre Grundlage bestand ursprünglich aus einem weichen Fette (Schweineschmalz), späteraus Gemischen von weichen Fetten oder Oelen mit härteren Fetten (Talg) oder Wachs.In der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen zu diesen historischen Salbengrundlagenhinzu: Die Glycerinsalbe, welche niemals eine grosse Verbreitung gefunden hat, die Vase-line und das Wollfett (Lanolin). — Ihrer therapeutischen Bestimmung nach dienen dieSalben dazu: 1) Arzneistoffe in den menschlichen Organismus einzuführen, wie z. B. diegraue Quecksilbersalbe. — 2) Wunden oder offene Hautstellen von der Luft abzuschliessen,wie z. B. die Borsalbe. — 3) Kühlsalben. Diese enthalten in der Begel grössere Mengenvon Wasser inkorporirt. — 4) Beizsalben, welche einen Beiz auf die unverletzte Hautauszuüben bestimmt sind. — 5) Trocknende Salben, welche auf secernirenden Flächenaustrocknend wirken sollen.

Bei der Bereitung der Salben ist in der Weise zu verfahren, dass Fettsubstanzen,welche etwa die gleiche weiche Consistenz haben (Fett, Lanolin, Vaselin u. dergl.) ein-fach durch Mischen mit einander vereinigt werden. Sollen harte Substanzen (Talg', Wachs,Harz u. dergl.) mit weicheren (Fett, Oel u. dergl.) verbunden werden, so sollen dieschwerer schmelzbaren Bestandtheile für sich oder unter geringem Zusätze der leichterschmelzbaren Körper geschmolzen, und die letzteren der geschmolzenen Masse nach undnach zugesetzt werden, wobei jede unnöthige Wärmeerhöhung zu vermeiden ist.