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2 (1907)
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1037
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Thea.

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teren ist das Bündel von zwei derben Bastsicheln umgeben. Die Epidermiszellen jungerBlätter haben glatte Wände, bei älteren zeigen die Wände spitze leistenförmige Vorragun-gen, die in das Lumen des Blattes vorspringen (Fig. 173 b. 174 b.).

Bestandtheile nach K oenio im Mittel von 50—70 Analysen: Wasser 9,51 Proc.,stickstoffhaltige Substanz 24,50 Proc., Coffein 3,58 Proc., Aetherisches Oel,0,68 Proc., Fett, Chlorophyll und Wachs 6,39 Proc., Gummi, Dextrin etc. 6,44 Proc.Gerbstoff 15,65 Proc., Pectin etc. 16,02 Proc., Holzfaser 11,58 Proc., Asche 5,65 Proc.,Die stickstoffhaltende Substanz kann von 16—37 Proc. schwanken mit 2,5—6,0 Proc.Stickstoffgehalt.

Coffein (Bd. I, S. 908). Der Gehalt daran kann ausserordentlich schwanken, wirfanden in einem sogen. „Kulithee" letzter Qualität aus Macao, der im wesentlichen ausStengeln besteht, 0,171 Proc., anderseits werden als Maximum 4,7 Proc. angegeben. Beider Untersuchung von 50 verschiedenen, im Handel befindlichen Sorten fand Keller nachder unten angeführten Methode 1,78—4,24 Proc., im Durchschnitt 3,064 Proc. GrünerThee war ärmer an Coffein (durchschnittlich 2,54 Proc.) als schwarzer (durchschnittlich3,15 Proc.). Die Untersuchung von 12 Mustern direkt aus China stammender Thees ergabuns 2,73—3,92 Proc., nur ein Muster erheblich weniger, nämlich 1,5 Proc., ebenso ergaben9 Muster echt japanischer Thees 1,34—3,435 Proc. Die wiederholt ausgesprochene Be-hauptung, dass die letzteren Theesorten relativ arm an Coffein sind, werden durch dieseUntersuchungen nicht bestätigt. Keller fand durchschnittlich für Pecco 3,68 Proc., fürCongo 3,225 Proc., für Souchong 2,905 Proc. Wir fanden bei japanischen Thees in derbesten Qualität 3,435 Proc., in einer mittleren Sorte 3,06 Proc., in einer geringen 2,13 Proc.Danach nimmt der Gehalt an Coffein mit dem Alter des Blattes ab. Man hat die Be-hauptung aufgestellt, dass der Gehalt an Coffein für die Beurtheilung und Werthschätzungdes Thees ganz ohne Belang sei, aber mit Unrecht. Wenn es auch richtig ist, dass beider Beurtheilung des Thees durch Geruch und Geschmack der Gehalt an Gerbstoff undan ätherischem Oel massgebend ist, so ist es doch ganz zweifellos, dass für die physio-logische Wirkung, wegen deren der Thee genossen wird, das Coffein fast allein inBetracht kommt.

Neben dem Coffein enthält das Theeblatt ein zweites Alkaloid, Theophyllin(Bd. 1, S. 916) und angeblich ein drittes, das ebenfalls ein Xanthinderivat sein soll.

Gerbstoff. 8,0—26,1 Proc. Grüner Thee ist reicher daran, was nach dem oben(S. 1035) Angeführten leicht verständlich ist. Die Knospe mit dem ersten Blatt ist daranam reichsten, in den folgenden Blättern nimmt der Gerbstoffgehalt ab, im Verhältniss 12,8'/ 2 , 8, 6, alte Blätter 4 1 / 1 . Aeltere Untersuchungen von Hoopeb (1890) an Thees vonIndien und Ceylon bestätigen, dass die besten Sorten am reichsten an Gerbstoff sind.Ueber die chemische Natur des Gerbstoffes herrscht wenig Klarheit, früher nahm man an,dass neben der Gerbsäure, die nach Einigen mit der Eichengerbsäure identisch, nachAnderen wie das Tannin ein Digallussäureanhydrid sein sollte, eine zweite Säure, dieBobeasäure, existirt. Neuerdings nimmt man nur einen Gerbstoff, ein „Tannoid" an,das man „Bobeasäure" nennt. Auf die Wichtigkeit des Gerbstoffes für die Beurtheilungdes Thees wurde schon hingewiesen.

Aetherisches Oel in grünem Thee 1,0 Proc., in schwarzem 0,6 Proc. (nachvan R omburgh 0,006 Proc.), was schwer verständlich erscheint, wenn man bedenkt, dassder grüne Thee bei der Herstellung stark erhitzt wird. Spec. Gew. 0,866, es drehtschwach links. Es enthält einen Alkohol C 6 H ia O, ferner Methylsalicylat und Methylalkohol.

Das Fett besteht aus Stearin und Olein. Der Gehalt davon -j- Harz und Chloro-phyll schwankt von 1,2—15,5 Proc.

Gummi und Dextrin 4,—10,8 Proc.

Asche. Zusammensetzung im Mittel von 12 Analysen nach Koenig : Kali 34,3Proc., Natron 10,21 Proc., Kalk 14,82 Proc., Magnesia 5,01 Proc., Eisenoxyd 5,48Proc., Manganoxyd 0,72 Proc., Phosphorsäure 14,97 Proc., Schwefelsäure 7,05Proc., Kieselsäure 5,04 Proc., Chlor 1,84 Proc. Bemerkenswerth ist der hohe Gehaltan Mangan (bis 1,5 Proc.).

In Wasser löslich sind von lufttrockenem Thee 24—50 Proc. und zwar vonschwarzem Thee weniger wie von grünem (z. B. 39,6 und 42,9 Proc.). Natürlich geht beider gewöhnlichen Bereitungsweise des Thees als Getränk nicht diese ganze Menge inLösung. Nach 20 Minuten langem Ziehen gehen in Lösung etwa 70 Proc. der in Wasserlöslichen Stoffe, 60 Proc. des Gerbstoffes und 66 Proc. der Gesammtasche. — Man hatvorgeschlagen, die Güte des Thees zu bestimmen nach der sogen. „Theekraft". Darunterversteht man die Menge der Stoffe, die durch Behandeln des Thees mit einem Gemischvon 3 Vol. Aether und 1 Vol. Alkohol erhalten werden. Es wurden gefunden 12,82 bis37,35 Proc.