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2 (1907)
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Tanacetum.

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Extractum Tamarindorum mite E. Dieterich.

Rp. 1. Extracti Tamarindorum 90,0

2. Natrii carbonici 15,0

3. Aquae destillatae 25,0.

Man versetzt 1 mit der Lösung von 2 in 3, sodassdie Flüssigkeit noch sauer reagirt, und dampftauf 100,0 ein. Esslöffelweise als Abführ-Limo-nade.

Limonada Tamarindorum.

Tamarinden-Limonade.

Ep. 1. Magnesii carbonici 3,0

2. Sirupi simplicis 15,0

3. Sirupi Rubi Idaei 25,0

4. Extracti Tamarindorum 30,0

5. Aquae destillatae q. s.

Man giebt 1 mit 2 angerieben in eine starkwandige*/,-1. Flasche (Selters), schichtet 3 darüber, dannvorsichtig 4, mit soviel von 5 verdünnt, dassdie Flasche bis zum Halse davon voll wird,verschliesst und mischt behutsam.

Rotulae Tamarindorum

wie Rotulae Citri (Bd. I, S. 862) doch statt mitAcid. citric. mit 5,0 Extract. Tamarindor.

Serum Lactis tamarindinatum (Ergänzb.).Tamarinden molken.

S. Seite 251.

Trochisci Tamarindorum.

Pastilli laxativi. Laxirpastillen.Fruit-laxative lozenges (Form. engl.).Rp. Foliorum Sennae pulv. 35,0

Confectionis Citri minut. concis. 5,0Confectionis Aurant. 10,0Pulpae Tamarindorum depuratae 50,0Sacchari albi pulv. 100,0

Olei Rosae gtts. III.

Man formt 100 Pastillen, überzieht mit Kokos-butter und bestreut mit einer Mischung ausBenzoöpulver und "Vanillezucker.

D allmann's Tamarindenessenz. Nach Pharm. Zeitg. ein mit Weingeist, Honigund Zucker versetzter Auszug aus Manna, Sennesblättern und Tamarinden. Nach Angabedes Darstellersein Gährungsprodukt, das durch rationelle Kellerbehandlung etc. zu seinerVollendung heranreift".

Honigtrank, J acobi's . In der Hauptsache Tamarindenabkochung.

Mostessenz, S chiudee's . Eingedicktes Tamarindenmus.

Musin nennt sich ein Abführmittel mit Tamarindengrundlage.

Tamarinden-Konserven von K anoldt , ebenso Tamar indien G rillon sind Spe-cialitäten, die durch Conserva Tamarind. Ergänzb. oder Dietekich vollkommen ersetztwerden.

Tanacetum.

Gattung der Compositae Antlieinideae Chrysantheminae, jetzt zur GattungChrysanthemum.

Tanacetum vulgare L. (syn.: Chrysanthemum vulgare (L.) Bernh.),

heimisch in ganz Europa, Sibirien, in Amerika eingeschleppt, vielfach in Gartenkultur.Ausdauernd, fast kahl. Stengel aufrecht, beblättert, bis 1,3 m hoch, doldenrispig ästig.Blätter am Grunde geöhrt, die unteren und mittleren gestielt, fiedertheilig mit oberwärtsverbreitertem, gesägtem Mittelstreif und länglich lanzettlichen, stumpflichen, fiederspaltigenbis eingeschnitten-gesägten Abschnitten. In Gärten oft feiner zertheilt und kraus (var.:crispum). Blüthenköpfchen doldenrispig, Hüllblätter stumpf, die inneren länglich, ober-wärts breit hautrandig. Randblüthen röhrenförmig, dreizähnig, weiblich, Scheibenblüthen5 zähnig, zwitterig (Fig. 165). Früchte kreiseiförmig,

5 rippig mit kurz kronenförmigem, gezähntem Pappus.

Verwendung finden: 1) die Blüthenköpfchen:

Flores Tanaceti (Ergänzb.). Tanacetum(U-St.). Rainfarnblütheu. Fleurs de tanaisie.

Tansy. Tansy-flowers. Gall. führt das ganze,blühende Kraut: Plante flenrie de tanaisie.

Man sammelt die blühenden Trugdolden imJuli und August, trocknet an einem schattigen, luf-tigen Orte und bewahrt sie in dicht geschlossenenBlechgefässen, das Pulver in gelben Hafengläsern auf.

Sie werden nur selten innerlich zu 13 g als wurm-treibendes Mittel gebraucht; öfter in der Thier-heilkunde.

2) die Blätter: Fjg igo. a Rand-, b Scheibenblüthe von

Folia Tanaceti (Ergänzb.) Herba Tanaceti Tanacetum vulgare.