Ribcs.
Sumach, RhllS CotinilS L. den Triestiner, venetianischen, ungarischen undTiroler Sumach, wogegen der proven$alische Sumach von Coriaria myrtifolia L.stammt. Nordamerikanischen Sumach liefern RhllS typhi na L., Rh. glabra L.,Rh. COpallina L. Der Gerbstoffgehalt schwankt von 10—27 Proc.
ßibes.
Gattung der Saxifragaceae — Ribesioideae.
I. RibeS rubrum L. In Nord- und Mitteleuropa und Asien und dem nördlichenAmerika. Strauch mit unbewehrten Zweigen. Blätter handnervig, doppelt gesägt, drüsigpunktirt, in der Knospenlage gefaltet. Blüthen zwitterig, in vielblüthigen, hängendenTrauben, mit eiförmigen Deckblättchen und beckenförmigem, kahlem Kelch. Frucht einesaftige Beere, vom vertrockneten Kelch gekrönt, roth oder weiss. Dieselben werden ver-wendet:
Fr 11 etus Ribis. Baccae seu Fructus Ribium. Ribia seu Ribesia rubra. —Rothe Johannisbeeren. — Groseille (Gall.). — Currants. Currant berries.
Bestandtheile. Nach Koenig : frisch: Wasser 84,77 Proc., Stickstoff-substanz 0,51 Proc., freie Säure (Gitronensäure 1 Th., Aepfelsäure 2 Th.) 2,15 Proc.Zucker 6,38 Proc., sonstige stickstofffreie Körper 0,90 Proc., Holzfaser undKerne 4,57 Proc., Asche U,72 Proc.
Verivendung. Die im Juni und Juli reifenden Früchte dienen zur Bereitungeines Sirups; ferner liefern sie einen vorzüglichen, durch Geschmack und feurige Farbeausgezeichneten Wein, dessen Darstellung für viele Besitzer kleinerer Apotheken einenlohnenden Nebenerwerb bildet.
Sirupus Ribis (Ergänzb.). Sirupus Ribium (Austr.). Sirupus de fruetu Kibesii.Jolianuisbeersirup. Ribiselsirnp. Sirop de groseille (Gall.). Ergänzb. Gall.: Auafrischen rotheri Johannisbeeren wie Sirupus Cerasorum (Band I, S. 698). Austr.:Wie Sirup Mororum Austr. (S. 406).
Succus e fruetu Ribei rubrae (Gall.). Suc de groseille. Aus 1000 g frischen,rothen Johannisbeeren, 100 g Sauerkirschen und 50 g Süsskirschen. Man zerreibt dieFrüchte auf einem Haarsiebe, presst aus, lässt den Saft bei 12—15° C. vergähren und seihtdurch. Fügt man den Früchten noch 115 g Himbeeren hinzu, so erhält man den Suc dgroseille framboisä (Gall).
Conserva Ribis. Johannisbeerkonserve. Gleiche Gewichtstheile frische,waschene Beeren und Zuckerpulver erhitzt man in einem Porcellangefässe unter Umrührenim Wasserbade, bis eine Probe beim Erkalten zur Gallerte erstarrt und füllt halberkaltetin weithalsige, dicht zu verschliessende Gläser.
Gelatina Ribis. Johanuisbeergelee (Diet.). 3000,0 rothe, 1000,0 weisse Johannis-beeren ohne Stiele kocht man mit 500,0 Wasser, bis sämmtliche Beeren aufgesprungensind, seiht durch, ohne zu pressen, kocht mit 2000,0 Zucker unter Abschäumen 20 Min.,seiht durch und füllt in kleinere Gefässe.
Yinum Ribis Johannisbeerwein. Reife, entstielte Johannisbeeren lässt mandurch eine Traubenmühle (oder eine saubere Fleiscbhackmaschine) gehen, dann mit 2 Proc.Zucker einige Tage bei 15° C. stehen, presst aus, mischt dem Rückstand nochmals diegleiche Zuckermenge und so viel Wasser hinzu, dass die Pressflüssigkeit der zuerst er-haltenen gleichkommt, und mischt beide. Das lästige Auspressen ist zu umgehen, wennman den Fruchtbrei in einem Extrahirgefässe (s. Bd. I, S. 1231) freiwillig abtropfen lässt,hierauf mit so viel Wasser auslaugt, dass der gewonnene Saft etwa den in Arbeit ge-nommenen Beeren an Gewicht gleichkommt. 6 Th. Saft lässt man mit 3 Th. Wasser,worin 1—l 1 3 —2 Th. Zucker gelöst ist (je nachdem man einen schwächeren oder stärkerenWein erzielen will), regelrecht in einem Fasse vergähren.
II. RibeS niyrum L. Heimisch im europäisch-asiatischen Waldgebiet bis zurMandschurei. Blätter tief 3—5 lappig, am Grunde mehr oder weniger herzförmig, grobkerbig -gezähnt, fast kahl, unterseits mit gelben Drüsen. Deckblätter pfriemlich. Kelchröhreglockenförmig, drüsig punktirt und weiehhaarig. Frucht schwarz, drüsig punktirt. Dieganze Pflanze hat einen wanzenartigen Geruch und Geschmack. Verwendung finden: