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2 (1907)
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713
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Quercus.

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Tiiictura Quebracho Pentzold. Extractuni Quebraciio liquidum Pentzold

(Münch. Ap.-Ver.). 100 Th. grob gepulverte Kinde zieht man 8 Tage mit 1000 Th. Wein-geist (87 proc.) aus, dampft den filtrirten Auszug zum dicken Extrakt ein und löst diesesin 200 Th. heissem Wasser.

Yiunm Quebraclio. (juebracliowcin. Aus 1 Th. grob gepulverter Rinde und10 Th. Sherry durch achttägige Maceration.

Kesselsteinmittel der Compagnie des chemins de fer ist eine wässerige Lösung, dieca. 3 Proc. Quebrachoextrakt, 9 Proc. Blauholzextrakt und 30 Proc. Soda enthält.

Quebrachotannoforni ist ein Kondensationsprodukt aus dem Quebrachofarbstoffund Formaldehyd. (Vgl. Bd. I, S. 139.)

II. Quebraclio Colorado ist das Holz von Schinopsis Lorentzii Engler (syn.Loxopterygium Lorentzii Grisebach) und Sch. Balansae Engl. (Anacardiaceae Rhoideae), heimisch in Argentinien.

Das schön dunkelrothe Holz ist ein auch in Europa viel angewendetes Gerbmaterial.Es enthält 28 Proc. Gerbstoff, ferner einen dem Catechin ähnlichen Körper, dersich zuweilen in den Spalten des Holzes ansammelt, einen gelben Farbstoff C 15 H 10 0 6und zwei Alkaloide, von denen das eine, Loxopterygin, die ZusammensetzungC lt H 1? NO hat.

Im Holz sind die Gefässe oft mit Thyllen angefüllt, die Oxalatkrystalle enthalten.Die Markstrahlen sind bis 4 Zellreihen breiter. Von in den Handel kommenden Ex-trakten des Holzes enthält ein weiches Extrakt 45 Proc., ein festes 6095 Proc. Gerbstoff.

Quercus.

Gattung der Fagaceae.

I. Quercus peduneulata Ehrh., die Stiel- oder Sommereiche. Heimisch imgrössten Theile von Europa. Mit kurzgestielten, am Grunde geöhrten Blättern, lang-gestielten, lockeren, weiblichen Kätzchen.

Quercus sessiliflora Srn., die Trauben- oder Wintereiche. Aebnlichc Ver-breitung wie die vorige. Mit langgestielten, am Grunde keilförmigen Blättern und kurzen,gedrungenen, weiblichen Kätzchen.

Beide liefern 1) Cortex Quercus (Germ. Helv. Austr.). Eichenrinde. Ecorcede chene blaue (Gall.). Oak bark.

Beschreibung. Man verwendet die Rinde jüngerer, bis 20 Jahre alter, ungefähr10 cm dicker Stämme, die noch keine Borke gebildet hat, die sogenannte Spiegel- oderGlanzrinde, wie sie für Zwecke der Gerberei im Schäl waldbetrieb gewonnen wird.Sie ist nicht rissig oder schuppig, sondern höchstens etwas längsrunzelig, glänzend silber-grau bis braun, bis 3 mm dick, Köhren bildend. Die Innenfläche ist hellbraun oder braun-roth, der Bruch zähe und faserig.

Unter dem Mikroskop erkennt man zu äusserst einen Kork aus zahlreichen Lagenflacher Zellen, die inneren mit braunem Inhalt. Daran schliesst sich die primäre Rinde,deren äusserste, an den Kork grenzende Zelllagen aus Collenchym bestehen, ihre Zellenenthalten häufig Oxalatdrusen, die auch sonst im Parenchym der Rinde häufig vorkommen.Gegen die Innenrinde liegt ein aus Bündeln primärer Fasern und Steinzellen gebildeter,gemischter sklerotischer Ring", der zuweilen durch Parenchym unterbrochen ist. Stein-zellen finden sich einzeln oder in Gruppen auch sonst in der primären Rinde. Die sekun-däre Rinde ist aus Weichbast und Hartbast, der aus Gruppen stark verdickter Fasern,die von Krystallzellen, die Einzelkrystalle führen, umscheidet sind, deutlich geschichtet.Daneben finden sich auch vereinzelt Steinzellen wie in der primären Rinde. Die Mark-strahlen können sehr breit werden; wo sie in den Faserschichten verlaufen, werden ihreZellen nicht selten sklerotisch. Ausserdem enthalten sie selbständige Gruppen von Stein-zellen. Im ganzen Parenchym kann man Gerbstoff und Stärke nachweisen. Geruch beimAnfeuchten deutlich loheartig, Geschmack herbe und bitter.