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2 (1907)
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712
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Quebracho.

Kork besteht aus massig flachen, meist dünnwandigen Zellen. Der Bast (Fig. 95) ist charakteri-sirt durch bis 1,5 mm lange, 0,06 mm breite, fast völlig verdickte Fasern, die vollständig von

Oxalatzellen, die Einzelkrystalleführen, umscheidet sind (Fig.96). Siesind höchst charakteristisch und er-möglichen ein Erkennen der Rindeauch im Pulver mit Leichtigkeit.

Ausserdem finden sich im BastGruppen stark verdickter Stein-zellen, welche (die Gruppen) eben-falls von Krystallzellen umschlos-sen werden. Die Markstrahlensind bis 5 Zellreihen breit undihre Zellen, wo sie an die Grup-pen von Steinzellen grenzen, eben-falls zu solchen umgewandelt.

Im Parenchym kleinkörnige Stärke.

Bestandtheile. In einerGesammtmenge von 0,31,4 Proc.folgende Alkaloide: Aspido-spermin C 22 H 30 N 2 O 2 , Quebra-

chin C 21 H 26 N 2 0 2 , Quebracha-min, Aspidospermatin C^H,»N 2 0 2 , Aspidosamin C 22 H 28 N 2 0 2 , Einzelne Faser

aus Cortex Que-bracho mit Kry-stallscheide.

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Fig. 95. Querschnitt durch Cortex Quebracho.2f Markstrahlen. «S Siebröhren. St Steinzellen.F Fasern mit Krystallscheide.

Hypoquebrachin G 0 H 2(J N.,O_

Quebrachin und Aspidosamin schei-nen hauptsächlich Träger der Wir-kung zu sein. Ausserdem enthält die Rinde einen dem Cholesterin nahestehenden Alkohol:Quebrachol C 20 H 34 O. xll 2 0, und einen Zucker: Quebrachit C 6 H,j(CH 3 )0 6 , den Mono-methyläther des Inosits. Der Gerbstoffgehalt beträgt 24 Proc.

Anwendung. Die Droge wurde zuerst (1880) empfohlen als Fiebermittel, hatabeT den auf sie gesetzten Hoffnungen nicht entsprochen. Dagegen ist sie wirksam beiasthmatischen Beschwerden, besonders infolge von Herzleiden. Speciell wird sie em-pfohlen bei den Anfällen, die manche Personen, die eine Idiosynkrasie gegen Ipecacuanhahaben, nach dem Einathmen des Pulvers dieser Droge bekommen.

Extractum Quebracho aquosum bereitet man wie Extractum Dulcamarae(Bd. I, S. 1047). Ausbeute etwa 12 Proc.

Extractum Quebracho (spirituosum). (Ergänzb.) Extractum Aspidosper-raatia. Aus mittelfein zerschnittener Rinde wie Extractum Coffeae Ergänzb. (Bd. I,S. 906). Nach E. Dieterich genügen etwa a / 8 des vorgeschriebenen Lösungsmittels. Aus-beute ca. 11 Proc.

Extractum Quebracbo siccum (Ergänzb.) erhält man durch Eindampfen desvorigen zur Trockne. Ausbeute 910 Proc.

Extractum Quebracho fluidnm (Austr.). Extractum Aspidosperinatis fluidum(U-St.). Flüssiges Quebraclioextrakt. Fluid Extract of Aspidosperma. Austr.und Dresd. Vorschr.: 100 Th. gepulverte Rinde macerirt man mit 400 Th. destill. Wasser36 Stunden, kocht 1 Stunde, fügt nach dem Erkalten 100 Th. Weingeist (87 proc.) hinzu,stellt 24 Stunden am warmen Orte bei Seite, presst aus, iiltrirt, dampft auf 90 Th. einund bringt mit 10 Th. Spiritus auf 100 Th. U-St.: Aus 1000 g gepulverter Rinde(Nr. 60) und einer Mischung aus 100 ccm Glycerin, 600 ccm Weingeist (91 proc.) und 300 ccmWasser im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 400 ccm, erschöpft zuerst mit demRest, dann mit q. s. einer Mischung aus 200 ccm Weingeist und 100 ccm Wasser, fängtdie ersten 800 ccm Perkolat für sich auf und stellt 1. a. 1000 ccm Fluidextrakt her.Bei Athembeschwerden zu 2,04,0 mehrmals täglich.

Tinctura Quebracho. Quebrachotinktur. Ergänzb.: Aus 1 Th. grob gepul-verter Rinde und 5 Th. verdünntem Weingeist (60proc.). Helv.: Wie Tinctura CalamiHelv. (Bd. I, 537).