Pyiethrum.
703
erzeugend. In der Rinde mehrere Reihen von schizo-genen Sekretbehältern, eben solche auch in den Mark-strahlen.
Bestandtheile. Ein scharf schmeckendes Harz,das als Pyrethrin bezeichnet wird, und etwas äthe-risches Oel.
Aufbewahrung. Anwendung. Die Wurzelwird nach Beseitigung der bei der käuflichen Waaremeist noch vorhandenen Blatt- und Stengelreste theilsgeschnitten, theils gepulvert, wobei der Arbeiter das Ge-sicht vor dem Staube zu schützen hat, und in dicht ver-schlossenen Gefässen aufbewahrt. Sie dient als speichel-treibendes Mittel bei Zahnleiden in Form von Kaumitteln,
Zahnpillen, Mund- und Gurgelwässern (10—15:200) undals Bestandtheil der bekannten Paratinktur. Innerlichist sie mit Vorsicht zu gebrauchen (0,1—0,25 g pro dosi), ./ JB *■, /ebenso zu Niesepulvern. / Huf*. /
Tinctura I'yretliri. Bertramwurzeltinktnr. f Ms?St
Teinture ou Alcoole de pyrethre. Tincture of Pyre- / u, } J, \ atbrum. Ergänzb.: Aus 1 Th. grob gepulverter deutscherWurzel und 5 Th. verd. Weingeist (60proc.). — Brit.: Aus / WKM200 g gepulv. römischer Wurzel (No. 40) und q. s. "Wein- I HSjjjfgeist (70 vol. Proc.) im Verdrängungswege (zum Anfeuch-ten 150 ccm) 1000 ccm Tinktur. — U-St. ebenso, doch mit 9 °. Ka<J« Pyrethri Romani.91proc. Weingeist. — Gall.: wie Ergänzb., doch aus 6 Querschnitt,römischer Wurzel mit 80proc. Weingeist.
Tinctura Pyrethri aetlierea. Aus 1 Th. Wurzel und 10 Th. Aetherweingeistdurch Maceration.
B. Pulvis Horum Pyrethri. Pulvis Horum Chrysanthen». Pulvis contraInsecta seu iusecticidus. — Insektenpulver. Persisches Insektenpulver. Motten- oderSchnakenpulver. Kapuzinerpulver. Judenstaub. — Poudre persanne.
Besteht aus den aufs feinste gemahlenen Blüthenköpfen von ChrysanthemumrOSGUm Web. et Mohr (syn.: Pyrethrum carneum M. B.) und Chr. MarSChallÜ
ArcherS (syn.: P. roseum M. B.), beide heimisch im Kaukasus, Armenien und Nord-persien, die das persische Insektenpulver liefern, und Chr. Cinerariifolium BOCC.(syn. P.: cinerariaefolium Trev.), welches das Dalmatiner Insektenpulver liefert,heimisch in Dalmatien und der Herzegowina.
Alle drei sind ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher. Die erstgenannte Art hateinen niedergedrückt - kreiseiförmigen Hüllkelch, deraus eiförmig-länglichen bis lanzettlichen, grünen, amRande und an der Spitze trockenhäutigen, dunkel-rothen bis schwarzbraunen Blättchen besteht. Die e - —
Blumenkrone ist kaum länger als der mit einem hau- ' _ ~ '
tigen Pappus versehene Fruchtknoten. Randblüthen \
weiss oder roth, Strahlblüthen gelb, wie bei den \ \ jO
folgenden. Der Fruchtknoten der zweitgenannten ~ a
Art ist viel kürzer als die Korolle. Der Hüllkelch
der dritten Art ist fast halbkuglig, die Hüllblätt- . t N \ w'<
chen gelblichbraun oder strohgelb. Der Frucht- A
knoten bedeutend länger als die Korolle.
Man sammelt die Blüthenköpfchen der wilden *M)
und kultivirten Pflanzen zur Zeit in Dalmatien, am B Kc
wirksamsten sind die geschlossenen Köpfchen. Man Fig 91 chrysantUemum roseum .kultivirt die Pflanzen m ihrer Heimath aber auch A BmthenkBpfchen . B H üiikeich. a Ge-anderwärts, so in Australien und Amerika. Ausser trocknetes Bmthenkopfchen.