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Pumex.
gegen liefern Haarsiebe weniger gleichmässige Pulver, weil man die Verwendung völliggleichdicker Haare bei der Herstellung der Siebböden nicht in der Hand hat. — WirdDraht aus Messing oder Eiseil zur Herstellung von Siebböden verwendet, so ist es beiersterem zweckmässig, bei letzterem nothwendig, ihn im verzinnten Zustande zu verwenden.
Pumex.
Lapis Pumicis (Ergänzb.). Lapis Pumex. Pumex. Bimsstein. Bimsenstein.
Ein vulkanisches Mineral, in Deutschland u. a. in der Eifel (Laacher See) gefunden.
Der Bimsstein ist spröde, scharf und rauh anzufühlen, mit kleinmuschligem Bruche,von weisslicher, grauer, gelblicher, bläulicher bis bräunlich-schwarzer Farbe, durch unddurch fein und grob porös und löcherig, zuweilen mit langgewundenen fadenähnlichen ver-worrenen Lagen durchzogen, mehr oder weniger seidenartig glänzend, auf dem Brucheglasglänzend, undurchsichtig, an den Kanten wenig durchscheinend. Er schwimmt aufWasser, sinkt aber unter, sobald seine Poren mit Wasser gefüllt sind. Spec. Gew. 2,0—2,5.Geschmolzen bildet er eine dichte Steinmasse.
Im Handel unterscheidet man den Bimsstein nach der Grösse seiner Stücke, dergrösseren oder geringeren Gleichmässigkeit der Porosität und seiner Härte. Der weisseoder weisslich-graue (Obsidianbimsstein, Perlitbimsstein) ist meist die leichtere und weichereSorte und auch die offieinelle. Die Sorte in grösseren Stücken (Lapis Pumicis in frustismajoribus electus) wird in der Technik verwendet und zum Poliren, Abreiben des Holzes,Hornes, Elfenbeins, des Leders, der Steine, des Marmors, der Metalle etc. verbraucht. DieSorte in kleineren Stücken (in frustis minoribus) genügt zur Darstellung des gepulvertenBimssteins. Ein sogenannter künstlicher Bimsstein ist nur für technische Zwecke ver-wendbar, für pharmaceutische Zwecke zu verwerfen.
Die Bestandtheile sind die nämlichen wie die des Feldspaths und Obsidians,60—80 Proc. Kieselsäure, der Best besteht aus Thonerde, Kali, Natron, Kalk, Magnesia,Mangan, Eisen. Bisweilen sind auch kleine Mengen von Chloriden, sogar Spuren von Am-moniaksalzen vorhanden.
Anivendung. Bimsstein in Stücken verwendet man als mechanisches Detersivumzum Abreiben von Hautverdickungen und Hühneraugen. Als sehr feines Pulver setzt manihn in kleinen Mengen Zahnpulvermischungen zu, doch ist dieser Gebrauch verwerflich,da auch das feinste Pulver den Zahnschmelz ritzt. In der Analyse zum Aufsaugeu vonFlüssigkeiten, welche getrocknet oder extrahirt werden sollen, zum Füllen von Trocken-röhren.
Pulvis dentifricins Chineusis.
Chinesisches Zahnpulver.
Rp. Lapidis Pumicis 20,0
Concliarum praeparatum 10,0.
Vor dem Gebrauche ist zu warnen.
Pulvis dentifricins pumiceus.
Bimsstein-Zahnpulver.
Rp. Lapidis Pumicis
Concharum praeparatumNatrii hicarboniciRhizomatis Iridis FlorentinaeSacchari Lactis ää 10,0Olei Menthae piperitaeOlei Geranii ää gtts. X.
Vor dem Gebrauche ist zu warnen.
Sapo pumiceus.
Bimsstein-Seife.
Rp. 1. Saponis domestici sicci raspati 750,0
2. Natrii carbonici crystallisati 20,0
3. Aquae fervidae 120,0
4. Lapidis Pumicis pulv. 200,0
5. Talci Yenetae 50,0
6. Parfüm ad libitum.
Man kocht 1—3 bis zur Auflösung, rührt 4 und 5,zum Schluss 6 hinzu, lässt erstarren und schnei-det nach dem völligem Erkalten Stücke.