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2 (1907)
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692
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Populus.

VI. Polygonum cuspidatum Sieb, et Zucc. In Japan. Wird zum Gelbfärbenbenutzt. Enthält ein Glukosid, das bei der Hydrolyse Emodin abspaltet.

Populus.

Gattung der Salicaceae.

I. Populus nigra L. Heimisch in Europa. Stamm mit ausgebreiteten Aesten.Blätter langgestielt mit seitlich zusammengedrücktem Blattstiel, Lamina am Grunde gestutztoder keilförmig, seltener herzförmig, sonst dreieckig oder rhombisch, am Bande kerbig-gesägt, zugespitzt. Staubbeutel vor dem Verstäuben purpurn, Narben gelblich.

Liefert in den Blattknospen: Gemmae Populi. (Ergänzb.). Turiones s. OculiPopuli. Pappelknospen. Pappelsprossen. Bellenknospen. Bourgeon depeuplier. (Gall.). Poplar buds.

Beschreibung. Sie sind spitz-kegelförmig, bis 2 cm lang, glänzend braun mitaromatischem Harz bedeckt und bestehen aus dachziegelförmig angeordneten Deckschuppen,die die eigentliche Laubknospe einschliessen.

Bestandtlieile. */ 2 Proc. ätherisches Oel, Harz, Wachs, Gummi, Gerb-stoff und Chrysinsäure C 15 H 10 O 4 , einen gelben Farbstoff.

Pappelknospenöl erhält man durch Destillation der getrockneten Pappelknospen ineiner Ausbeute von ca. 1 / 2 Proc. Es ist dickflüssig, von angenehmem, kamillenähnlichemGeruch, hat das specifische Gewicht 0,9000,905 und dreht das polarisirte Licht schwachnach rechts. Mit J / 2 Th. 95proe. Alkohols giebt es eine klare Lösung. Es enthält ca.l / 2 Proc. Paraffine vom Schmelzp. 5368° C., und neben einem noch unbekannten Ses-quiterpen Humulen, C ]6 H 24 .

Verwechslungen. Ausser von der genannten Art sammelt man die Droge auchvon anderen Arten mit harzigen Knospen, wie P. pyramidalis Eozier und P. balsameaLi. (Ergänzb.).

Einsammlung und Aufbeivahrung. Man sammelt die noch geschlossenenBlattknospen im Frühling von den genannten Arten, trocknet sie an der Luft und bewahrtsie in Blech- oder Glasgefässen auf. Sie dienen nur noch zur Bereitung der Pappelsalbe,die bisweilen bei Hämorrhoidalleiden, bei Verbrennungen als Kühlsalbe benutzt wird, undeines Oeles.

Oleum Populi s. populeum. Oleum acgirinum. Pappelöl. Aus 100,0 trock-nen, zerquetschten Pappelknospen, 100,0 Aetherweingeist, 2,0 Ammoniakflüssigkeit und1000,0 Olivenöl wie Oleum Belladonnae Diet. (Bd. I, S. 472).

Unguentum Populi (Ergänzb. Helv.) s. populeum. Pomatum populeum. Pappel-salbe (grüne Nervensalbe. Grüne Knorpel-, Renk- oder Tackensalbe). Pommadede bourgeon de peuplier (Gall.). Onguent populeum. Ergänzb.: 1 Th. zerstossenefrische Pappelknospen kocht man mit 2 Th. Schweineschmalz bei mässiger Hitze, bis dieFeuchtigkeit verdunstet ist, presst und filtrirt durch Papier. Helv.: 20 Th. frisch ge-trocknete Pappelknospen (II), je 5 Th. Bilsenkraut, Belladonna (II), Weingeist digerirt manmit 100 Th. benzoinirtem Schweinefett 12 Stunden im Wasserbade (bei 4050° O.) undseiht durch Flanell. Gall.: 8 Th. frisch getrocknete Pappelknospen, je 5 Th. frischeBlätter von Mohn, Belladonna, Bilsenkraut, Nachtschatten werden zerquetscht und mit40 Th. Schweinefett erhitzt, bis die Feuchtigkeit verdunstet ist. Man presst aus und klärtdurch Dekanthiren. Eine schön grüne Salbe erhält man nach dem bei Ungt. LinariaeE. Diet . (S. 295) angegebenen Verfahren (für Handverkaufszwecke auch mittels Chlorophyll).

Mixtara antidiarrhoica Hitchcock.

Rp. Propolis (s. unten)

Aquae destill.

Sirupi Sacchari ää 60,0

Liquor. Kalii carbon. 4,0.

Einen halben Theelöffel bei Durchfall der Kindel.

Propolis HlTCHCOCK ist ein durch Ausziehen von 10 Th. frischer Pappelknospenmit 20 Th. verdünntem Weingeist und 5 Th. Glycerin und Eindampfen auf 10 Th. dar-gestelltes Extrakt.