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Lac.
rirt unter bisweiligem Umschütte] n 8 Tage bei 15° C. Dann wird kolirt und die Kolaturnach dem Absetzen filtrirt. — 2) Nat. form.: Man löst 40,0 g Kochsalz in 800,0 ccmWasser, fügt 200 ccm Alkohol von 96 Yol. Proc. hinzu und bringt zu der Mischung100,0 g frischen gereinigten Labmagen in gehöriger Zerkleinerung (oder die von diesemabgetrennte und gewaschene Schleimhaut). Man macerirt 3 Tage unter öfterem Umschüt-teln, kolirt und filtrirt.
Andere bewährte Vorschriften, welche namentlich die konservirenden Eigenschaftendes Glycerins gegenüber dem Chymosin berücksichtigen, sind folgende:
3) Labpulver ( Gehe & Oo.) 4,0 g Wasser 800,0, Kochsalz 80,0, Glycerin 40,0, Spi-ritus 100,0. Man macerirt 8 Tage und filtrirt. 1 Theelöffel genügt zur Koagulation von1 Liter Milch. 4) Frische Kälbermagen worden sehr sauber gewaschen, aufgeblasen undgetrocknet. Alsdann schneidet man Blut- und Fettstreifen aus und beseitigt diese, denRückstand schneidet man in kleine Stücke. 100,0 g zerkleinerten Labmagen übergiesst manmit einer Mischung von 850,0 g Wasser, 50,0 g Glycerin und 100 g Alkohol von 95 Proc.,lässt 1 Nacht im Eisschrank stehen, kolirt ohne zu pressen, wäscht mit einer Mischungvon 1 Th. Alkohol -f- 2 Th. Wasser nach und bringt die Kolatur auf 1000,0 g. Man lässtim Eisschranke absetzen und filtrirt. 5,0 g dieses Auszuges verkäsen bei 44° C. = 1 LiterMilch.
Labkonserve von Erikson & Rupert . Labmagen von Kälbern wird mit Wasser,welches 0,3—0,4 Proc. Salzsäure enthält, 6—48 Stunden bei 40° 0. extrahirt. Man filtrirt,neutralisirt mit Katronlauge und bestimmt den Wirkungswerth des Auszuges gegenüberMilch. Man löst alsdann in 1 Liter des Auszuges = 25 g Gelatine, fügt einige TropfenGlycerin hinzu, streicht auf Glasplatten und trocknet bei 40° O.
Labpulyer von Gehe & Co. (und auch von anderen Firmen) ist ein auf ähnlicheWeise gewonnenes Präparat. Es ist längere Zeit haltbar. 1 Th. koagulirt in 30—40 Mi-nuten bei 35-40° C. = 250000 Th. Milch.
Trochisci seripari. Molkenpastillen. Pastilli seripari. Zur Bereitung derMolkenpastillen werden die betreffenden Koagulationsmittel mit Milchzucker gemischt, woraufman die Mischung mittels Gummischleim, der mit der gleichen Menge Wasser verdünntist, zu Pastillen formt.
Pastilli seripari acidi. Tartari depurati 50,0, Sacchari Lactis 100,0. Zu 100 Pa-stillen. Oder: Acidi tartarici 25,0, Sacchari Lactis 75,0. (Hamb. Vorschr.).
Pastilli seripari aluminati. Aluminis 200,0, Sacchari Lactis 100,0. Zu 100 Pastillen.
Pastilli seripari ferruginosi seu martiati. Ferri subacetici sisci, Acidi tartariciSä 20,0, Sacchari Lactis 75,0, Sacchari albi 50,0. Zu 100 Pastillen.
Pastilli seripari tamarindinati. Acidi tartarici 20,0, Sacchari Lactis 80,0, Pul-pae Tamarindorum depuratae 5,0. Zu 100 Pastillen. Man verreibt das Tamarindenmusmit dem Milchzucker, trocknet an der Luft, fügt die Weinsäure hinzu und stösst mit Gummi-schleim zur Masse an.
Pastilli seripari ad sernm dulce. 0,5 g Labpulver von Gehe & Co. werden mit120 g Milchzucker zu 100 Pastillen geformt.
Von den vorstehend aufgeführten Pastillen rechnet man zur Verkäsung von 1 LiterMilch etwa 4—5 Stück.
Getränke aus gegohrener Milch.
Kefir (Ergänzb.). Kephir. Kapir. Dieses Getränk wurde ursprünglich von dennomadisirenden Bewohnern der Steppen Russlands aus Stutenmilch mit Hilfe eines beson-deren als „Kefirferment" oder „Kefirkörner" bezeichneten Fermentes gewonnen. Da sichwohl das Ferment bei uns einführen, nicht aber die Stutenmilch bei uns beschaffen lässt,so wird der bei uns konsumirte Kefir aus dem genannten Ferment und Kuhmilch bereitet.
Darstellung. Unter Milch ist im Nachstehenden Kuhmilch zu ver-stehen, welche abgekocht und wieder auf etwa 20° C. erkaltet ist.
Die lufttrockenen Kefirkörner werden mit Wasser von 30° C. Übergossen und 4—5Stunden stehen gelassen. Man giesst das Wasser ab, wäscht die Körner mehrmals mitfrischem Wasser, übergiesst sie mit der zehnfachen Menge ihres ursprünglichen Gewichtesan Milch und schüttelt diese Mischung stündlich um. — Täglich zweimal giesst man dieMilch ab, wäscht die aufgequollenen Kefirkörner mehrmals mit Wasser, übergiesst sie miteiner neuen Menge Milch und fährt in dieser Weise fort, bis nach etwa 5—7 Tagen dieMilch einen rein sauermilchartigen Geruch angenommen hat, die Kefirkörner vollkommenaufgequollen sind und sich an der Oberfläche der Flüssigkeit ansammeln.