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3 (1899) Die Choristopetalen. 2
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an der Ansatzfläche sind sie gestutzt. Die Nuss ist einsamig durch Abort von 5 Samenanlagen; dieFruchthaut ist braun, glatt, glänzend und brüchig. Sie wird am Grunde von dem halbkugelförmigen,aussen beschuppten und fein behaarten, innen glatten Becher gestützt.

Der Same wird von einer zarten, rothbraunen Haut umgeben; die Keimblätter sind planconvex, aussengerunzelt, innen glatt; sie schliessen das kurze, cylindrische Stämmchen ein.

Die Stieleiche findet sich in fast ganz Europa bis zu 63° nördl. Br. bei Drontheim; die Nordgrenzeerreicht sie in Petersburg, von dort fällt sie südöstlich ab bis Orenburg; sie geht südlich bis zur SierraMorena, bis Sicilien und Griechenland, Kleinasien, türkisch Armenien und bis zum Kaukasus.

Die Rinde der jüngeren Stämme und Zweige bildet die Cortex Quercus uud findet als Gerbmaterialausgedehnte technische Verwendung. Die gerösteten Samen sind als »Eichelkaifee« im Gebrauche.

Erklärung der Abbildungen.

Fig. A. Ein Zweig nach einem lebenden Exemplar: a. diemännlichen; b die weiblichen Blüthenstände.

Fig. B. Ein Stück des männlichen Blüthenstandes, 4 malvergrössert.

Fig. C. Die Blüthenhiille der männlichen Blüthe, 10 malvergrössert.

Fig. D. Das Staubgefäss von innen und aussen betrachtet,10 mal vergrössert.

Fig. E. Pollenkörner in Wasser, 200mal vergrössert.

Fig. F. Die weibliche Blüthe, 10mal vergrössert: a. das

Fig. G.

Fig. H.

Fig. I.

Fig. K.Fig. L.Fig. M.

Deckblatt; b. der Blüthenbecher; c. die Blüthen-hiille; d. der Griffel; e. die Narbe.

Dieselbe im Längsschnitt, 20mal vergrössert: e. dieSamenanlage; /. der Griffel; g. die Narbe.Der Fruchtknoten im Querschnitt: /. die Scheide-wände.

Der Fruchtstand, natürliche Grösse: b. der Becher;d. die Nuss.

Der Same.

Derselbe im Querschnitt: h. die Keimblätter.Derselbe im Längsschnitt: g. das Stämmchen.

Quercus iufectoria Olivier.

Tafel 131.

Blätter abfällig, kurz gestielt, oblong, spitz, am Grunde gerundet, grob und scharf gesägt, kahl; Fruchtim zweiten Jahre reifend, walzig rund, stachelspitzig; Becherschuppen klein, angedrückt.

Quercus infectoria Oliv. Voy. emp. Oth. II. 64. t. 14. 15; Nees, Düsseid. Abb. t. 94; Guimp. u. Schlecht.. Pharm. I. 40. t. 21; C. Koch in Linn. XXII. 318; Berg u. Schmidt, Darst. u. Beschr. t. XXIX b ;Bentl. and Trim. Med. pl. t. 249.

Quercus Lusitanica Lam. Encycl. I. 719; Kohler, Medizinalpf. t. 95; Willk. et Lange, Prodr. Fl.Hisp. II. 241; Boiss. Fl. or. IV. 1166; FlücJc. and Hanb. Pharmacogr. 536; Flück. Pharmacogn. 263;Baill. Bot. med. 1609.

Galleiche ; englisch: Galloak ; französisch: Chene ä galles.

Die Galleiche wird nur selten baumartig, meist ist sie ein reich verzweigter Strauch, der bis 2 mHöhe erreicht, die Äste sind mit graubrauner Rinde bekleidet.

Die Blätter sind spiralig angereiht, kurz gestielt, lederartig, oblong, spitz, am Grunde sind sie ge-rundet oder fast gestutzt; der Rand ist flach oder wellig, buchtig gesägt, die Sägezähne sind stachelspitzig;die Grösse des abfälligen Blattes ist meist gering, gewöhnlich werden sie nur bis 5 cm lang und 2,5 cmbreit, an Langtrieben sind sie aber bisweilen um die Hälfte grösser. Die abfälligen Nebenblätter sindlinealisch, bis fast 10 mm lang und entweder kahl oder mehr oder weniger zottig behaart.