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die von einem dreiseitigen Mittelbandanhang überragt werden. Die Pollenkörner sind tetraedrisch odermehrflächig mit ebenso viel Poren als Flächen. Die weiblichen Blüthenstände beschliessen dieheurigen Zweige und stellen kurze, zwei- bis mehrblüthige, aufrechte Ähren dar. Der mit Köpfchen-haaren bedeckte Fruchtknoten ist unterständig und umschliesst eine vom Grunde sich erhebende, ortho-trope Samenanlage, welche auf einem breit geflügelten, die Wände berührenden Samenträger steht, senk-recht zu diesem dringen zwei die Höhlung durchziehende falsche Scheidewände ein; an dem Fruchtknotensind wieder das Deckblatt und zwei Vorblättchen angewachsen, ersteres tiefer, die beiden letzteren höher,welche zusammen früher bisweilen als Kelch angesehen wurden. Die Blüthenhiille ist tief vierlappig,wobei die Lappen wieder im geraden Kreuz über das Deckblatt fallen. Die beiden kurzen Griffel mitden langen, weit hervorragenden, zerschlitzten Narben liegen ebenfalls in der Flucht des Deckblattes;da jenen nun die Stellung der beiden Fruchtblätter entspricht, aus welchen der Fruchtknoten aufgebautist, so haben auch diese mediane Lage.
Die Frucht ist eine etwa kugelförmige Steinfrucht mit grüner, von Lenticellen punctirter, fleischiger,nach dem Eintrocknen brauner, rindenartiger Fruchtschale, die von einer Naht umlaufen wird und in dieserzweiklappig aufspringt; die Steinschale ist knochenhart, gelb und durch die Eindrücke der auf ihr beider Keife freiliegenden Gefässbündel netzig gerunzelt; sie ist zweiklappig, an der Naht wulstig gerandet,springt aber nicht auf. Innenseits ist die Schale unregelmässig flach grubig vertieft und glatt; vomGrunde aus erhebt sich eine krustige Scheidewand, welche bis zur Hälfte oder darüber heraufreicht; anihr sitzt der Same fest, sie ist somit der oben erwähnte, flügelartige Samenträger; ausserdem dringen vouder Mitte der Schale her zwei falsche Scheidewände von gleicher Beschaffenheit vor, welche sich in der Mittemit dem Samenträger verbinden. Durch diese Körper werden auf dem Grunde der Wallnuss 4 Hohlräumeerzeugt, in welche der Same hineinwächst und wodurch er die unten vierlappige Gestalt erhält; obenwird eine vollkommene Vierfächrung nicht erreicht, weil die Scheidewand des Samenträgers nicht bis indie obere Hälfte reicht.
Der Same ist vierlappig und die Lappen sind wieder gerunzelt bis gelappt; die äussere Haut istgelbbraun oderroth, herb, die innere sehr zart und weiss; die Keimblätter sind sehr ölreich, das Würzelchenliegt unter dem kleinen Spitzchen des Samens.
Der Wallnussbaum wächst wild in Griechenland und zwar im östlichen Ätolien, am Korax, in Phiotisam Öta- und Kukkos-Gebirge und in Eurytanien; namentlich zwischen 650 und 1300 m bildet er hiergrosse Wälder; ferner findet er sich in Transkaukasien, am schwarzen Meere zwischen 410 und 1800 m,auch in Armenien, spärlicher in Beludschistan; im nordwestlichen Himalaya bei 1000—2500 m, und inBirma bildet er ebenfalls grosse Bestände. Im Tertiär reichte er aber viel weiter westlich im Mittelmeer-gebiet, und Juglans acuminata AI. Br., welche von der Wallnuss nicht sehr verschieden ist, gedieh vonItalien und Ungarn bis Grönland, Aljaska und Sachalin.
Medicinische Verwendung finden die Laubblätter der Pflanze als Folia Juglandis oder Wallnussblätter.
Erklärung der
Fig. A. Ein blühender Zweig.
Fig. B. Ein Stück des männlichen Blüthenstandes, 2malvergrössert: a. Deckblatt; b. eins der Vorblättchen.
Fig. C. Die männliche Blüthe, 4mal vergrössert: b. eins derseitlichen Hüllblätter; c. Staubgefäss.
Fig. D. Das Staubgefäss von aussen und innen betrachtet,8mal vergrössert.
Fig. E u. F. Pollenkörner trocken und in Wasser, 150malvergrössert.
Fig. G. Die weibliche Blüthe, 3mal vergrössert: a. Frucht-knoten; b. Vorblättchen; c. Blüthenhülle; d. Narben.
Abbildungen.
Fig. H. Dieselbe, im Längsschnitte, 6mal vergrössert: e. derSamenträger; /. der Griffel.
Fig. I. Dieselbe, Fruchtknoten im Querschnitt: g. falscheScheidewand; h. Samenträger; i. Samenanlage.
Fig. K. Der Fruehtstand.
Fig. L. Die Frucht, nach Entfernung einer Hälfte der Schalea. Fruchtschale; b. Steinschale; c. Naht.
Fig. 31. Dieselbe im Längsschnitte: o. Anheftungsstelle desSamens; b. Steinschale; c. Samenträger; d. die Flügeldesselben; e. ein Keimblatt;/, das Wtirzelchen.
Fig. N. Dieselbe im Querschnitte: d. falsche Scheidewand.