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3 (1899) Die Choristopetalen. 2
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herangewachsenen Fruchtkelch bis zur Spitze umschlossen, die vollkommen kahl, lederartig und braungefärbt ist; zwischen den 5 Kelchzipfeln laufen hohe, bis 5 mm messende Fitigelkanten herab; von denKelchblättern sind die 2 schon zur Vollblüthe grösseren zu 10 cm langen und bis 2,5 cm breiten, stumpfen,lederartigen, dreinervigen, netzadrigen, braunen Fitigeln herangewachsen, die kahl und etwas glän-zend sind.

Der Same enthält kein Nährgewebe, sondern wird nur von dem Keimling mit den ineinander ge-falteten und fest verbundenen Keimblättern ausgemacht; bei der Keimung bleiben dieselben in der Samen-schale stecken, es treten nur die ziemlich langen Stiele hervor, zwischen welchen auf der einen Seite daslange Hypocotyl nach oben wächst, während die Wurzel nach unten strebt.

Der Gurjunbaum mit den geflügelten Fruchtkelchen ist in den tropischen Urwäldern von Pegu undMartaban bis Tenasserim und Arracan häufig; er findet sich auch auf den Andamanen, Nicobaren, sowiein Siam und Cochinchina.

Dipterocarpus alatus ist wi ^Dipterocarpus turbinatus eine der wichtigsten Stammpflanzen des nichtofficinellen Gurjunbalsams oder Gardschanbalsams (.Balsamum Dipterocarpi) ; dieser wird gewonnen, indemman eine Höhlung in die Bäume einhaut und Feuer in dieselbe legt, um so einen reichlichen Ausfluss desBalsams zu veranlassen. Der Balsam wird in Indien an Stelle des Copaivabalsams angewandt, vorzüglichaber als Firniss gebraucht.

Fig. A.

Fig. B.Fig. C.Fig. D.

Erklärung der Abbildungen.

Ein blühender Zweig, nach einem getrocknetenExemplare des Berliner Herbars, V s der natürlichenGrösse.

Die Blüthe, natürliche Grösse.

Dieselbe im Längsschnitt, schwach vergrössert.

Dieselbe nach Entfernung von Kelch u. Blumen-blättern.

Fig. E u. F. Das Staubgefäss von innen und aussen ge-sehen.

Der Stempel.

Die Frucht von dem herangewachsenen Kelche um-geben, natürliche Grösse.

Dieselbe, durch Abtragung der vorderen Kelch-hälfte freigelegt.

Fig. G.Fig. H.

Fig. I.

Berg u. Schmidt, Officinelle Gewächse. III.