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Dipterocarpus alatiis Koxb.
Tafel 109.
Ein hoher Baum mit filzigen Neutrieben und gestielten, oblongen oder eioblongen, spitzen, lederartigen,oberseits kahlen, unterseits zumal auf den Nerven schwaehfilzigen Blättern; Blüthen in nicht sehr reich-blüthigen, seitenständigen Rispen; Fruchtbecher kantig und breit geflügelt.
Dipterocarpus alatus Roxb. Hort. Beng. 48 ; Fl. Ind. II. 614; Miq. Ann. Lugd.-Bat. I. 206; A. I)Ü.Prodr. X VI . (2). 611 (z. Th.); This. Dyer in Hook. fil. Fl. Br. Ind. I. 298; Sulp. Kurz, For. Fl. Br.Burma I. 116; Flück. and Hanb. Pharmacogr. 81; FlücJc. Pharmacogn. 101; Brand, u. Gilg in Engl.-Prtl. Nat. Pflanzenfam. III. (60). 257.
Dipterocarpus costatus G'drtn. fil. Fr. III. 50. t. 187.
Dipterocarpus gonopterus Turcz. in Bull. acad. natur. Mose. 1863. p. 576; A. DC. Prodr. XVI.(2). 612.
Oleoxylum balsamiferum Wall. Cat. p. 157.
Gurjunbalsambaum.
Dieser Baum gehört zu den stattlichen der tropischen Wälder Hinter-Indiens; sein Stamm erreichteine Höhe von 50—60 m, wovon 30—40 m astlos sind; er hat einen Durchmesser von 1,3—1,8 m. SeineRinde ist ziemlich glatt und springt in unregelmässig gerundeten Stücken ab; der Neutrieb ist mit einemSeiden- oder kürzeren Filz von grauer oder gelblicher Farbe bedeckt, der nur zögernd schwindet. DieBlätter werden von einem bis 5 cm langen, kräftigen, halbstielrunden, oberseits abgeflachten, kurzfilzigenStiele getragen; ihre Spreite erreicht eine Länge von 20 cm und eine Breite von 10 cm im unteren Dritteloder weiter oben; sie ist bald echt eiförmig, bald geht sie ins Oblonge, ist sehr kurz und stumpf zugespitztoder stumpf lieh, am Grunde abgerundet, bisweilen sehr eng herzförmig; die Textur ist lederartig; sie istganzrandig und wird von 13—15 unterseits stark vorspringenden Paar Seitennerven durchzogen, die durchTransversalvenen verbunden sind; auch auf der Oberseite sind die Nerven sichtbar; oberseits ist sie nurin der Jugend stärker behaart, später verkahlt sie mehr oder weniger, während unterseits auf den Nervender kurze graue Filz länger erhalten bleibt. Die Nebenblätter sind intrapetiolär und umfassen von derBlattstielseite aufsteigend den Stengel, sie sind fast zottig fuchsig behaart, sehr gross und dienen alsKnospenhüllen; nach der Entfaltung der Blätter fallen sie bald ab und lassen eine stengelumfassendeNarbe zurück. Der Blüthenstand ist eine achselständige Wickel oder ein Dichasium, mit meist nur2 Seitenstrahlen, welche wenig- selten bis fünfblüthige Wickeln darstellen. Sie werden bis 10 cm lang und voneinem bis 5 cm langen Stiel getragen; die Blüthen sind bald länger (bis 0,5 cm) gestielt, bald fast sitzend;die ziemlich kräftigen Spindeln, die Blüthenstiele, sowie die kurzen, eiförmigen, abfälligen Begleitblätter,Kelch und Blumenblätter sind kurz graufilzig bekleidet.
Die Blüthen sind für die Familie recht ansehnlich, denn sie erreichen eine Länge von 4—4,5 cm.Der bis zur Spitze der grossen, linealen, stumpfen Zipfel Uber 3 cm messende Kelch ist im unteren Theilebecherförmig und wird hier von 5 ziemlich stark vorspringenden Flügeln durchlaufen; die 3 kleinen Zipfelsind kaum über 5 mm lang und sehen öhrchenartig aus. Die weissen Blumenblätter sind schief oblong-lineal, stumpf und etwas gewunden; sie sind am Grunde miteinander verklebt. Die zahlreichen Staub-gefasse sind unter dem Stempel befestigt und unter sich frei; sie erreichen die halbe Blüthenlänge; dielinealischen, zugespitzten Beutel spreizen am Grunde etwas auseinander; sie sind völlig symmetrisch undwerden von einem fadenförmigen Mittelbandfortsatz überragt. Der filzige Fruchtknoten ist kugelförmig;er ist nur am untersten Grunde dreifächrig; jedes Fach umschliesst zwei hängende, anatrope Samenan-lagen, die nebenständig im Binnenwinkel befestigt sind. Durch das kräftige Stylopodium verjüngt er sichin den stielrunden Griffel mit stumpfer Narbe.
Die Frucht ist eine kegelförmige Nuss von etwa 2 cm Länge und 1,2—1,4 cm Durchmesser; die obenfaserige, feste Fruchthaut ist unten viel dünner; aussen ist sie kurzfilzig. Sie wird locker von dem