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CITRUS Linn.
Blütheii vollständig, aktinomorph, häufig ganz oder in einzelnen Kreisen vielgliedrig. Kelch becher-oder schüsseiförmig, gezähnt oder gelappt. Blumenblätter 4—8, fleischig, dick, mit dachziegeliger Knospen-lage. Das honigabsondernde Polster dick, ring- oder schiisselförmig. Staubgefässe oo, meist vielbrüderig.Fruchtknoten vielfächerig, mit 4—8 hängenden Samenanlagen, die zweireihig im Binnenwinkel der Fächerangeheftet sind; Griffel abfällig, dick mit kopfiger, etwas gelappter Narbe. Beere kugelförmig oderellipsoidisch, berindet, fleischig und oft sehr saftreich, vielfächerig, mit häutigen Scheidewänden, wenig-samig. Samen horizontal oder hängend, ellipsoidisch, oft geschnäbelt, mit lederartiger Schale, nicht seltenmehr als einen Keimling umschliessend; Keimblätter fleischig, planconvex, oft ungleich gross; Würzelchenklein. — Immergrüne Bäume oder Sträucher, die häufig mit Blattachselstacheln bewehrt sind. Blätterspiralig angereiht, nicht selten mit geflügeltem Blattstiel, »einblättrig gefiedert«, ganzrandig oder gezähnelt,lederartig, durchscheinend punktirt. Blüthen end- oder achselständig, einzeln oder zu kleinen Büschelnoder Trauben verbunden, drüsig punktirt, sehr wohlriechend. Beeren gross mit Öldrüsen in der Schale.
Über den Begriff der Arten sind die Meinungen der Botaniker sehr getheilt; manche unterscheidennur 5, andere viel mehr; sie sind in Ost-Indien und China einheimisch, einige werden aber über die ganzeErde in wärmeren Gegenden oder in den Gewächshäusern (Orangerien) der gemässigten Zone cultivirt
Citrus Limonum llisso.
Tafel 100.
Baumförmig mit sehr schmal oder überhaupt nicht geflügeltem Blattstiel. Früchte ellipsoidisch mitauf dem Scheitel, seltener auch am Stiele aufgesetzter Warze; äussere Fruchtschale dünn, gelb; Frucht-fleisch sehr sauer.
Citrus Limonum Risso in Annal. Mus. XX. 201, Orangers t. 53—56 ; P. DC. Prodr. I. 539; Bergu. Schmidt, Barstell, u. Beschreil. XXXIf; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 54; Köhler, Medizinalpfl. t. 3;Fliick. and Hanb. Pharmacogr. 103; Flück. Pharmacogn. 840; Baill. Bot. med. II. 867; Arth. Meyer,Drogenk. II. 416.
Citrus Medica var. ß. Linn. Spec. pl. ed. I. 782; Gärtn. Fr. II. t. 121; Plenck, Icon. t. 579;Tussac Fl. Ant. I. t. 7; Gallesio Trait. Citr. t. 105; Nees, Düsseid. Abbild, t. 424; Hayne, Arzneigew.XI. t. 27; Guimp. u. Schlecht. Pfianz. Pharmac. I. 140. t. 70.
Citrus Medica L. var. Limonum Brand. For. Fl. 52; Hook. Fl. Br. Ind. I. 515.
Citronenbaum, in Süddeutschland Limonenbaum; englisch: Lemon tree; französisch: Citronnier, sel-tener Limonier.
Der Baum erreicht gewöhnlich nur eine Höhe von 10 m; seine unregelmässig verästelte Krone istlocker und lückig, im Umriss fast kugelförmig; das gelbe Holz ist sehr gleichmässig und gelblich; diedünne Rinde dunkelbraun bis schwarz; die jüngeren Äste sind stielrund und haben eine violette Färbung.
Die Blätter sind spiralig angereiht; sie sitzen gegliedert auf einem gewöhnlich nicht über 1 cmlangen, schmal oder kaum geflügelten, oberseits flachen Blattstiel und werden desshalb als gefiederteBlätter betrachtet, bei denen nur das Endblättchen entwickelt ist (folia unifoliolatd]\ die Spreite ist 9—12(6—16) cm lang und in der Mitte oder weiter oben 4—5,5 (3—7,5) cm breit, oblong oder breit elliptisch,bisweilen ins Umgekehrteiförmige, spitz, stumpflich oder kurz und stumpf zugespitzt, am Grunde spitz,fein und drüsig gekerbt-gesägt, lederartig, immergrün, kahl, durchscheinend punktirt, die Sekretbehältersind mit der Lupe auf der Oberfläche sichtbar. In den Achseln der Blätter befindet sich nicht selten ein
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