Laurocerasus.
reiner, zumal mit faulichtem Stoffe beladenerDarmkanal, heftige Fieberreize, grofse Abmage-rung. Auch ist es gegen allzu weit gediehene,veraltete Verstopfungen doch unwirksam. DieGabe ist zwanzig bis vierzig Tropfen steigendLis zu sechzig und achtzig, taglich drei- bis vier-mal. Man giebt es allein, oder mit andern auf-lösenden [Mitteln, Salzen, bittern Extrakten u. s, w.Ausgezeichnet gute Wirkungen leistet es in fol-genden Krankheiten:
• i) In der Hypochondrie und Hysterie,wenn die Konstitution atrabilärisch, der Unter-leib aufgetrieben, doch weich, üas Gesicht blafs-geib, oder erdfarben, der Puls weich und klein,oder voll und langsam, mitunter aussetzend ist,die Stuhle bald durchfällig, schwärzlicht, baldtrocken und zähe, wie Honig, sind, der Urinblafs und molkicht aussieht. Die Kranken klageniiber Schwere im Unterleibe, sind mürrisch, ohnejedoch bestimmte Schmerzen zu haben. Manch-mal werden sie schnell von einseitigem Kopfwehe,Schlaflosigkeit, Zillern und Schwäche der Gliederbefallen. Kirichlorbeerwasser geht diesen Um-ständen auf den Grund nach, ßei Thileniussind bündige Beweifse von der Kraft desselbenzu finden, die auch ich mehr als einmal erprobtgefunden habe.
2) Eben so wirksam ist es gegen Melan-cholie, die aus trägen, schleimigen, schwarzgal-Jichlen Saiten im Unlerleibe entspringt, und nurnicht zu lange gedauert, oder den höchsten Graderreicht hat. Hier geht der Puls meist voll und
lang-