yÖ2 Ipecacoanha.
manche Aerzte <lie Wirbungen der Brechmittel inhieinen Gaben übertrieben lobpreisen. Ich denke,fi» ist öfters Liofs Täuschung, oder Schlendrian.Die Ekelkuren halte auch ich freilich für sehrwirksam; aber sie sind immer eine höchst unan-genehme Methode, die man am Ende denn dochwohl durch andere Mittel ersetzen könnte. DieBrechmittel in kleinen Gaben werden nur durchden unangenehmen Lokalreiz im Magen ichtteil's-treibend und krampfstillend. Die Ipekakoannaist auch hier milder, als Brechweimtein. blan-che schreiben ihr iiberdiefs noch einen zusam-menziehenden Stoff zu, über den ich nicht ent-scheiden will. Man verbindet sie gern mit C'ii-na, Kamfer, Mohnsaft, Ipekakoanne in kleinenGaben wird sehr oft in folgenden Krankheitengebraucht:
i) in Brustentzündungen, wenn aufserdem Schweifse noch Auswurf zu erwarten, dasFieber nicht ganz rein entzündlich, sondern deinNervenfieber ähnlich, schleimicht, katarrhalisch,oder die Person zu Krämpfen geneigt, der Pulszusammengezogen, schnell und klein und härt-lich ist. Das ist der Fall unter andern bei hy-sterischen Frauenzimmern. Eine Mischung ausSalpeter, oder Salmiak, mit Brechwurzel und Bi-bergeil, oder wenn es die Kranken vertragen, mitBisam, Kermes und Jpekakoanna thut manchmaltreffliche Dienste. So habe ich auch bei bösarti-gen Pleuroperipneurnonien, wo ohnerachtet allerAderlässe der Puls dennoch hart und klein bleibt,der Auswurf nicht verändert wird, guten Nutzenvon einem Aufgusse der Brechwurzel mit Arnika«nd Seifenkraut gesehen:
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