Hyoscyamus. Bilsenkraut.
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Hyoscyamus. Hyoscyamus niger L. Bil-senkraut,
Sowohl das weifse als schwarze Bilsenkraut gehö-ren unter die Giftgewäch-e betäubender Art. Manbraucht bei uns häufiger das schwarze; obgleicheigentlich das weifse das wirksamere seyn soll.Die Pflanze wächst an Wegen und Rainen, auchin dumpfen Gegenden, auf Kirchhöfen u. s. w.Sie hat ein wolliclites, sanftes, etwas klebrichteslilatt, mit starken Adern und schön gezeichneten,obgleich traurig aussehenden Hluinen. Die Wur-zel geht senkrecht in die Erde, ist saftig undkönnte leicht mit Petersilien und ähnlichen Wur-zeln verwechselt werden. Der Geruch der gan-zen Pflanze ist betäubend, widrig und schwer.Man bediente sich des Bilsenkrautes schon in denältesten Zeiten als eines schmerzstillenden undhrampfwidrigen Mittels, weniger aber des Krau-tes, als vielmehr des Saamens. Jetzt brauchenwir mehr das Kraut, seltener den Saamen. Iiierund da bedient man sich des letztern als einesIlauchwerhs bei Zahnschmerz; man soll aber,nach Einigen, vorsichtig damit seyn, da er dasZeugungsvermögeri schwäche.
Das Hilsenhraut ist eins der stärksten Seda-tivmittel, welches wir kennen. Es reihet sich,sowohl seiner natürlichen Verwandtschaft , aläseinen Eigenschaften nach, an die narkotisch -scharfen Mittel an, unter denen es jedoch einsder mildesten ist, und die wenigste Schärfe be-sitzt. Mit detn Mohnsafte hat es zwar darinAehnlichkeit, dafs beide Mittel durch ihr r.arho-J#Ln, Mar, ÄIoJ, I. Th. A a a tischen