708 Guajacum. Guajak.
u. s. w. mit derselben. Aufser den Anfallen giebtman lieber Guajakharz.
2) In Rheumatismen, wenn entwederdie Krankheit ganz neu, der krankhafte Reiz nochbeweglich, flüchtig, durch die Il3ut leicht durch-zutreiben, oder rebellisch und mit andern Haut-scharfen hoinplicirt ist. Im ersten Falle hilftGuajalitinhtur und Hirschhorngeist manchmalaufserordentlich schnell. Auch läfst sich iVlinde-rersgeist gut mit derselben verbinden, oder dieKämpSsche E'senhutessenz. Veraltete Rheuma-tismen greife ich oft mit Guajaktinktur, durchEidotter im Wasser aufgelöst, und mit Antimo-nialwein versetzt, an.
3) In der Gicht braucht Thilenius dieseTinktur, wenn er die ersten Wege hinreichendgereinigt hat, demohnerachtet aber auf keineWeise eine Entscheidung durch Schweifs oderUrin erscheinen will: sondern nur einzelne flüch-tige, partielle Schweilse den Kranken ermatten.
4) Gegen den berüchtigten Gesichts-sch merz mit Asant, Eisenhut, oder nach Thi-lenius mit Schierling. Thilenius liels ein-mal Schierlingsextrakt in dieser Tinktur auflösenund sah schnelle Wirkung darauf.
5) In der rheumatischen Kolik, d, h. einemit hartnackigen Verstopfungen verbundene,heftige Kolik, welche bei Weibspersonen diegröfste Aehnlichkeit mit Wehen hat, und leichtLähmung der Extremitäten zurück läfst, rühmtsie Seile. Die Krankheit bricht sich durch Urinund Schweifs, wozu die Tinktur beliüflich ist.
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