Druckschrift 
1 (1802) Allgemeine Therapeutik
Entstehung
Seite
288
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

288

^

nur vergesse man dabey nicht, daß man immel au5? zu,gleich die starke« Oxydation des BlulS allgemein efcilirt,welches bey großer Erregbarkeit des arteriösen SyiiemSund daher entstehendem hektischen Fieber sehr nachlhei-lig werden kann, so daß das, was der Lunge örtlichwohl thut, die Selbstaufreibung des Ganzen beschien»nigen kann.

Zweytcns zur allgemeinen Excitalion , als eins derstärksten RetßlMllel, welches sich dadurch besonders aus-zeichnet , daß es im ganzen Blutsystem und folglich injedem Punkt des belebten Körpers eine idiopathische Rei»tzung erregt, welches bey einem torpiden Zustand desNervensystems, der die konsensuelle Wirkung und Ver-breitung der gewöhnlichen flüchtigen Rcißmillel hindert,ja zuweilen ganz aufhebt, ein großer Vorzug ist. Sokann z. B. bey Lähmungen, wo die gewöhnlichen Reiß»Mittel nickt wirken, weil eben der Konduktor, durchden sie wirken, d« Nerv, seine ReitziMgkeit verlorenbat, noch durch diese Reihung, deren Konduktor dieBlutgefasse sind, Lebenslhäligkeit in dem gelähmtenTheile erregt werden.

Die Regeln der Anwendung dieser Methode alsRcihmiltel sind die bey der e^cilirenden Methode gege-benen.

III. Erwärmung.

Ein gewisser Grad von Erwärmung ist wesentlicheBedingung jedes Lebens, so wie Entwicklung von Wär-me eine unzertrennliche Folge alles Lebens. Je voll»kommner ein organisches Wesen ^st, desto höher ist dieTemperatur seiner Warme und desto mehr bedarf es ih-res Ersayes und Zugangs. Die Operation der zweck-mäßigen Erwärmung ist daher ein Hauptlheil der Le-bens»